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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Arbeitsmarkt

Bielefeld (ots) - Man muss nicht Kassandra heißen, um hinter jeder guten Nachricht auch eine Gefahr zu wittern. Die trojanische Königstochter war in der Antike bekannt für ihre Schwarzseherei. Den Sieg der griechischen Belagerer konnte sie jedoch trotz ihrer fortwährenden Warnungen nicht verhindern. Heutige Kassandras melden sich vor allem dann zu Wort, wenn die Bundesagentur für Arbeit mal wieder ihre neue Monatsstatistik vorlegt. Seit Beginn der Krise sind die Zahlen stets besser als die Prognosen der weisen Volkswirte. Regelmäßig rufen dann die Schwarzseher: »Aber das nächste Mal ist die Arbeitslosenzahl höher.« Bislang behielten sie nicht Recht. Zum Glück! Dabei haben sie gute Argumente: die beängstigende Lage im Maschinenbau. Unsichere Perspektiven für die Autoindustrie. Die Lage der Staatsfinanzen. Der rückläufige Export. Die Kosten für Kurzarbeit und ihr abzusehendes Ende. Es wäre gut, wenn die Kassandras für eine Minute innehielten. Die Zeit ließe sich nutzen, um den Regierenden für ihre Umsicht und Unternehmern für ihre - sehr wohl eigennützige - Treue zum Personal zu danken. Bernhard Hertlein

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