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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zu Anschlägen in Moskau

Bielefeld (ots) - Die Einschläge kommen näher. Es sind nicht schmutzige Kriege in den Weiten des Landes, sondern Bomben vor der Haustür, die Moskau in die harte Wirklichkeit zurückholen. Und die Machthaber im Kreml reagieren wie immer: Härte gegen die Feinde. Nur: Wer sind die Täter, wo halten sich die Hintermänner versteckt? Freiheitskämpfer aus Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan zählen immer wieder zu den üblichen Verdächtigen. Nicht zu Unrecht. Denn seit den Unabhängigkeitsbestrebungen der zahllosen Völker hat es die russische Regierung versäumt, ein Konzept für mehr Selbständigkeit vorzulegen. Brutalität, Willkür und Härte sind bisher die einzigen Rezepte, die Moskau dazu eingefallen sind. Noch nie hat der Kreml versucht, andere Wege zu gehen. Wirtschaftsförderung, mehr Bildung und Chancen für die Jugend, Aufbau eines rechtsstaatlichen Systems - aber warum soll das in Tschetschenien funktionieren, wenn das selbst in Moskau oder in St. Petersburg nicht zu finden ist. Wer sich noch dazu als Weltmacht mit einem demokratischen politischen System sieht, muss anders auftreten. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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