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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Treffen der Bischofskonferenz

    Bielefeld (ots) - Drei Wochen lang hat die Deutsche Bischofskonferenz geschwiegen und damit trotzdem jede Menge gesagt. Denn während der Missbrauchsskandal immer weitere Kreise zog und auch in der Öffentlichkeit Aufsehen erregte, hat sich der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aus der Diskussion fein herausgehalten, obwohl eine Stellungnahme Pflicht gewesen wäre. Gestern, zum Auftakt ihrer Frühjahrsvollversammlung, haben die Bischöfe endlich ihr Schweigen gebrochen, haben die Opfer um Entschuldigung gebeten und Konsequenzen angekündigt. Das kommt zu spät, die Aufklärung sollte daher um so intensiver erfolgen. Die Bischöfe haben gestern angekündigt, ihre Leitlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch überprüfen zu wollen. Auch eine entsprechende Arbeitsgruppe sei geplant. Das klingt alles noch recht schwammig und man kann nur hoffen, dass bis zum Ende des Treffens am Donnerstag konkretere Pläne vorliegen. Eine grundsätzliche Debatte um die katholische Sexuallehre wollen die Bischöfe nicht führen. Doch auch wenn kein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist sie an dieser Stelle nötig.

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