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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Afghanistan:

    Bielefeld (ots) - Wer zu früh aus der Deckung kommt, geht ein hohes Risiko ein. Aber alle wichtigen Entscheidungen bis zur Afghanistan-Konferenz zu verschieben, ist auch nicht die richtige Strategie. Insofern ist die Behauptung des Verteidigungsministeriums, über eine mögliche Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan sei noch kein Beschluss gefasst worden, wenig glaubhaft. Es wäre das erste Mal, dass vor einem wichtigen Gipfeltreffen vor Konferenzbeginn noch kein Abschlussbericht verfasst wurde. Deshalb wird es so kommen, dass die Bundesregierung in London den Verbündeten anbieten wird, die deutschen Einsatzkräfte zu verstärken. Ob es am Ende 1000 oder 1500 zusätzliche Soldaten sind, ist unerheblich. Wichtig ist, dass Deutschland deutlich macht, weiter Verantwortung übernehmen zu wollen. Davon will die SPD nun nichts mehr wissen. Sie lehnt eine Aufstockung ab und will stattdessen einen deutschen Abzug bis spätestens 2015. Als Außenminister hat Frank-Walter Steinmeier vor einem konkreten Abzugsdatum gewarnt. Warum dieser Sinneswandel? Friedenspolitik ist das nicht, sondern verantwortungslos.

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