Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Klimagipfel:

    Bielefeld (ots) - Das ist doch mal ein Wort: 7,2 Milliarden Euro wollen die EU-Staaten den ärmeren Ländern für den Klimaschutz spendieren. Immerhin haben die Europäer gezeigt, dass die Zeit des Pokerns enden muss, und der Kopenhagener Klimagipfel konkrekter werden muss. Es ist auch reine Taktik, wenn allein die Briten den Entwicklungsländern 1,7 Milliarden bieten, wenn, ja wenn die anderen großen auch so viel auf den Tisch legen. Und die Polen geben zu bedenken, dass sie sich mit ganzer Kraft für die Rettung der Erde einsetzen, aber die eigene Kohleindustrie nicht in den Ruin stürzen können. Wenn Deutschland bis 2012 allein 1,26 Milliarden von den 7,2 Milliarden Euro zahlen will, ist das ein Anfang, mehr nicht. Denn die EU-Kommission geht von einem Finanzbedarf für die Entwicklungsländer in Höhe von 100 Milliarden aus. Woher soll der Rest kommen? Japan kann noch ein paar Millionen zahlen, die USA auch und wer noch? China hat sich bereits arm gerechnet, obwohl das Land über die weltgrößten Devisenvorräte verfügt. Wenn der Gipfel nicht mit heißer Luft enden soll, müssen sich noch viele bewegen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: