Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum SPD-Parteitag

Bielefeld (ots) - Sigmar Gabriel hat es geschafft. Die Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl vor sieben Wochen ist die Basis für seinen Aufstieg an die Parteispitze. Der zehnte Parteichef, seit Hans-Jochen Vogel 1992 abtrat, sitzt wahrlich nicht auf einer sicheren Bank. Die Hälfte der Wähler und ein Drittel der Mitglieder sind seitdem verloren gegangen. Das Stehaufmännchen Gabriel kann rein statistisch auch wieder scheitern. Aber die 515 Delegierten in Dresden waren am Freitag überzeugt, dass die Partei mit dem ungleichen Duo den Neuanfang wagen sollte. Gabriel, der lieber Umweltminister unter Kanzler Frank-Walter Steinmeier geworden wäre, hat seine Kandidatur für den Parteivorsitz selbst sehr unterkühlt »die Bitte um einen Vertrauensvorschuss« genannt. Er weiß, auf welchen Drahtseilakt er sich eingelassen hat. Die SPD ist gezwungen zur inhaltlichen Erneuerung und frei vom Zwang zu faulen Kompromissen. In dieser Disziplin ist die bald 150 Jahre alte Traditionspartei immer stark gewesen. Deshalb hat sie mit der neuen Führung auch eine echte Chance. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: