Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Buch »Amok im Kopf - Warum Schüler töten« von Peter Langman

    Bielefeld (ots) - Nach jedem Amoklauf fragen wir nach dem »Warum«. Und jedes Mal müssen wir erkennen, dass es auf diese Frage keine Antwort gibt. Viele Amokläufe sind vorhersehbar, sagt jetzt der Bielefelder Soziologe Klaus Hurrelmann. Das klingt so einfach, fast so, als müsse man nur ein paar Puzzleteile zusammenfügen, um festzustellen, ob der Schulkamerad ein potenzieller Massenmörder ist. Nach den Amokläufen von Winnenden und Ansbach sind die Rufe nach Frühwarnsystemen und mehr Schulpsychologen laut geworden. Erst Ende September hat ein Expertengremium empfohlen, die Schulen mit einem Amok-Warnsignal und die Klassenzimmer mit einem Türknaufsystem zur Verriegelung der Räume auszustatten. Das sind sicher gute Lösungen - so sie denn auch wirklich umgesetzt werden. Doch auch diese doppelten Böden werden Amokläufe nicht verhindern können. Entscheidender ist die Achtsamkeit unserer Mitmenschen gegenüber. Das Hinsehen, das genaue Beobachten, der wache Blick des Einzelnen auf sein Umfeld. Hier sind einmal mehr die Eltern in der Verantwortung, denn ihre Nähe zu den Kindern kann kein Psychologe dieser Welt ersetzen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: