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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEn-BLATT (Bielefeld) zur EU-Agrarpolitik

    Bielefeld (ots) - Wo leben wir eigentlich, wenn Milch wie Gülle ausgeschüttet wird? In der Europäischen Union. In einem Staatenverbund, der - zumindest in der Agrarpolitik - zögerlich mit seinen Mitteln umgeht. Noch gibt es die Milchquote. Die Europäische Kommission sollte sie jetzt nutzen und senken, um die überflüssigen Mengen vom Markt zu nehmen. Angebot und Nachfrage sind auf dem Milchmarkt schon lange nicht mehr im Gleichgewicht. Darunter leiden in erster Linie die Bauern, aber auch der Steuerzahler, der eine Branche subventioniert, in der es offensichtlich Überkapazitäten gibt. Die Kommission möchte das bekanntlich ändern und die Milchquote, die die zulässige Produktionsmenge reglementiert, bis 2015 abschaffen. Die absolute Marktfreiheit kommt also. Einige Höfe wird das hart treffen, anderen wird es besser gehen. Wenn es weniger Anbieter gibt, dann steigen die Preise, dann wird auch keine Milch mehr ausgeschüttet. So ist die Rechnung. All das kann die Kommission aber schon jetzt erreichen - mit einem Mittel, das nicht erst erfunden werden muss. »Quote senken!«, fordern mittlerweile sogar einige Bauern.

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