Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Barroso

    Bielefeld (ots) - Ein bisschen Klima, mehr Industrie, ein paar Krisenrezepte, eine Prise Gerechtigkeit - so hat José Manuel Barroso sein großes Ziel erreicht. Der alte und neue Präsident der EU-Kommission hat sich mit Zugeständnissen an das Europäische Parlament die Wiederwahl erkauft. Das ist aber gar nicht schlimm. Kompromisse halten Europa am Leben. Dabei haben Grüne und Sozialdemokraten bis zuletzt versucht, Barroso zu verhindern. Sie hätten wahre Stärke zeigen können, wenn sie einen eigenen Kandidaten präsentiert hätten. Das haben sie aber nicht geschafft. Auch die Liberalen sind keine Barroso-Fans, haben sich dann aber »umstimmen« lassen, nachdem dieser auf ihre Wünsche eingegangen ist. Der EU-Kommissionspräsident war der Kandidat der Staats- und Regierungschefs. Allein aus diesem Grund hat das Parlament versucht, die Wangen aufzublasen. Die Frage ist, ob Barroso all seine Versprechungen einlösen kann. Spätestens wenn er seine neue Kommission vorstellt, legen die Fraktionen ihre Forderungen wieder vor. Sie werden auf ihr Recht bestehen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: