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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Armenienfrage:

    Bielefeld (ots) - Neue gefestigte Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien wären ein großer Gewinn für die gesamte Region. Beide Seiten sollten die neuen zarten Bande nicht mit zu hochgesteckten Erwartungen oder gar überzogenen Forderungen strapazieren. Die größte Hürde aber scheint genommen. Die Auseinandersetzung um den Massenmord an den Armeniern lange vor und auch noch während des Ersten Weltkriegs. Natürlich war das ein gezielter Völkermord, der im übrigen von der Führung des deutschen Kaiserreichs begünstig wurde. Die moderne Türkei tut sich nach unserem Verständnis unnötig schwer mit dieser Frage. Sie hat zudem weitere Verstrickungen zu klären. Auch die Aramäer wurden und werden bis heute bedrängt, nämlich durch Kurden, die ihrererseits von Ankara unter Druck gesetzt sind. In Vorderasien gibt es keine Erfahrung mit Versöhnung und Ausgleich. Vielleicht hätte Deutschland längst Vermittlung anbieten sollen. Unser Land stellt sich gerade in diesen Tagen wieder seiner aus den Zeiten des Nationalsozialismus rührenden Verantwortung gegenüber der Welt.

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