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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Bevölkerungsschwund

    Bielefeld (ots) - Bevölkerungsschwund ist ein Problem, aber keine Katastrophe. Wohl um den regelmäßig gemalten Horrorgemälden etwas entgegenzuhalten, schrieb der Ökonom Thomas Straubhaar gewitzt: »Sollten wir uns nicht freuen, dass wir dann mehr Platz und weniger Staus haben werden? Dass wir nicht mehr die flächendeckende Betonierung fürchten müssen, mehr naturbelassene Landschaften genießen können?« Damit will Straubhaar nicht der Untätigkeit von Verwaltungen und Stadträten das Wort reden, sondern darauf hinweisen, dass der demographische Wandel auch Chancen mit sich bringt. Und das nicht nur für die strapazierte Umwelt. Ältere Menschen bringen Lebenserfahrung, Energie und natürlich Geld mit ein. Das sind Schätze, die die alternde Gesellschaft heben kann. Das vorgezeichnete Ende des Jugendwahns muss aber nicht gleichzeitig ins andere Extrem, in eine Diktatur der Alten, umschlagen. Stadtväter, die betreute Wohnplätze genauso wie Spielplätze schaffen, Senioren- mit Familienpolitik verbinden, rüsten ihr Gemeinwesen für die Zukunft. Generationen zu verbinden - darauf kommt es entscheidend an. Der demographische Wandel ist eine Chance für ein harmonisches Miteinander.

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