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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Gewinnen der Stromkonzernen

    Bielefeld (ots) - Wenn es ein Unternehmen schafft, seinen Gewinn innerhalb von fünf Jahren zu verdreifachen, ist das in der Regel eine Erfolgsgeschichte. Geht's der Firma gut, profitieren auch die Mitarbeiter. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen, und die Kommune, in der das Unternehmen seinen Sitz hat, freut sich über reichlich Gewerbesteuern. Wenn aber die vier Energiekonzerne Eon, Vattenfall, RWE und EnBW, die sich den Strom- und Gasmarkt in Deutschland mehr oder weniger teilen, einen solchen satten Gewinn einfahren, wie es jetzt eine Studie ermittelt hat, kommen andere Gefühle hoch: Der Verbraucher fühlt sich betrogen, weil er nicht ganz zu Unrecht meint, mit seinem Geld die Konzernkassen so prall gefüllt zu haben. Natürlich hat das teure Rohöl im Laufe des Jahres auch die Preise für Strom klettern lassen. Dennoch dürften die Konzerne in Erklärungsnot geraten. Das Verhältnis zwischen Preiserhöhung einerseits und Gewinnsprung andererseits passt nicht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Strom weitaus teurer als nötig verkauft wurde. Für den Bürger gilt: Ist er mit seiner Stromrechnung unzufrieden, sollte er schnellstens einen preiswerteren Anbieter suchen.

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