Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Die Europäische Union setzt die Bundesregierung mit ihrem 200-Milliarden-Programm und der Forderung nach einer vorübergehenden Herabsetzung der Mehrwertsteuer unter Druck, die Opposition im eigenen Land wirft der Bundeskanzlerin Planlosigkeit in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise vor, selbst die Schwesterpartei CSU, eigene Parteimitglieder und die Mehrzahl der Bundesbürger fordern Steuersenkungen. Doch Angela Merkel hält in diesen stürmischen Zeiten das Ruder fest in der Hand, lässt sich von ihrem Kurs, den sie für richtig hält, nicht abbringen. Das ist zunächst einmal in Ordnung. Von der Regierungschefin kann man erwarten, dass sie nicht in Hektik verfällt. Bereits in der Bankenkrise hat sie unaufgeregt die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Merkel sollte dennoch noch einmal überlegen, ob dies nicht doch der richtige Zeitpunkt für längst überfällige Steuersenkungen ist. Nicht auf Pump natürlich, nicht zu Lasten der folgenden Generationen. Im Geldbeutel wird der Bürger vor Weihnachten deshalb noch nicht mehr Geld haben. Doch damit kann man Vertrauen schaffen. Hat man den Bürger in der Krise an seiner Seite, lässt sich diese leichter überwinden.

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