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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Wenn sie in den Spiegel schauen, füllen nicht wenige Star-Profis den Rahmen mit viel Ego. Ach, wären die Herren Fußballer doch weniger eitel, würden nicht immer ihr scheinbar gekränktes Ich pflegen. Auch Nationalelf-Anführer Michael Ballack versteht sich auf süffisante Aussagen zum Vorantreiben der eigenen Sache. Jetzt hat der Kapitän dazu noch Partei für den auf die Ersatzbank verbannten Kumpel Torsten Frings ergriffen, auch ein bisschen Ver-ständnis für den Verdrückeberger Kuranyi gezeigt, um so die Altersfraktion der DFB-Auswahl wieder in ein helleres Licht zu rücken. Ballacks Einlassungen müssen von Bundestrainer Joachim Löw als Machtprobe interpretiert werden, und wahrscheinlich war das auch beabsichtigt. Mal testen, wie weit wir es treiben können, denken sich die etablierten Spieler wohl - und sie werden sehen, dass sie in diesem blödsinnigen Duell Verlierer bleiben. Denn Löw kann sich diese gravierende Einmischung nicht bieten lassen. Sie würden ihn sonst für ein Weichei halten. Und sollte sich herausstellen, dass außer Kuranyi noch jemand nicht mehr für Deutschland auflaufen möchte, dann soll er es bleiben lassen. Beleidigte Leberwürste helfen nicht weiter.

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