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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu TUI

Bielefeld (ots) - Die Tui-Reise in den Dax geht erwartungsgemäß zu Ende. Fortgesetzt wird die Tour in Kürze eine Klasse tiefer, im M-Dax - dort, wo schon der Tourismusrivale Arcandor mit Cook-Reisen zu Hause ist. Deutschlands wichtigster Aktienindex verliert mit der Tui eines seiner schillerndsten Unternehmen. Die Abkürzung steht für Tourismus Union International. Aber das haben die meisten Aktionäre vergessen. Inzwischen kursieren die unterschiedlichsten Bedeutungen. Sehr beliebt ist »Tui, die Träne unter Investoren«. Das war nicht immer so. Als Michael Frenzel das Stahl- und Rohstoffgeschäft der alten Preussag verkaufte und stattdessen die neue Tochterfirma Tui - neben der Schifffahrt - zum Hauptzweck des Unternehmens machte, jubelte die Börse. Heute, nach dem 11. September 2001 und dem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise, könnte man mit einem Stahlkonzern wieder gute Geschäfte machen. Zu den Problemen der Branche kommen hausgemachte. Immer wieder krachte es zwischen Vorstand und einzelnen Investorengruppen. Das sorgt zwar für Gesprächsstoff, nicht aber für Rendite, geschweige denn für Vertrauen. Der Aktienkurs fiel, obwohl sich zwei Fonds fast ein Wettrennen beim Aufkauf der frei werdenden Papiere lieferten. Ersetzt wird die Tui-Aktie durch den Saatgut-Hersteller K+S. Die grüne Industrie schlägt den Tourismus. Wer hätte das noch vor kurzem gedacht? Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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