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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Kaukasus-Krise

Bielefeld (ots)

Auch wenn Präsident Dmitri Medwedew der
Aufforderung des russischen Parlaments nicht sofort folgen und die 
Unabhängigkeit der von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und 
Südossetien anerkennen wird. Auf lange Sicht wird er davon nicht 
ablassen. Medwedew hat gestern keinen Zweifel daran gelassen, dass 
ihn auch irgendwelche Schritte, die die Nato unternehmen sollte, 
nicht schrecken.
Wenn der Kreml-Chef noch zögert, kann dies nur den Grund haben, einen
völligen Bruch mit dem Westen zu verhindern. Auch wenn es noch zu 
früh ist, von einem neuen kalten Krieg zu sprechen, Medwedew 
unternimmt nichts, um diesen gefährlichen Kolisionskurs zu stoppen.
Natürlich weiß Moskau, dass es mit dem Betreiben der Unabhängigkeit 
gegen Völkerrecht verstößt. Doch dies schert die Kreml-Herren wenig. 
Das wiedererstarkte und selbstbewusst gewordene Russland wird seinen 
Einfluss in einer so wichtigen Energiegegend wie dem Kaukasus niemals
aufgeben.
Das ist eine ganz schwierige Lage für die EU. Auf der einen Seite 
muss Druck auf Moskau ausgeübt werden, auf der anderen Seite aber 
auch ein Bruch verhindert werden. Allzu viele Möglichkeiten hat der 
für den 1. September einberufene Krisengipfel der EU da auch nicht. 
Erst wenn Russland spürt, dass dieses Muskelspiel einen 
wirtschaftlicher Rückschlag bedeutet, wird es seinen Kurs ändern.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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