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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Birma

    Bielefeld (ots) - Endlich! Nicht aus Sorge um das Volk, sondern unter dem Druck der internationalen Staatengemeinschaft hat Birmas Militärregierung eingelenkt und lässt asiatische Ärzte und Wiederaufbauhelfer ins Land. Diesem ersten Schritt müssen weitere folgen. Wie ernst es die Generäle mit ihrem Sinneswandel meinen, wird sich am Verhalten gegenüber den westlichen Regierungen zeigen. Vor der Küste Birmas kreuzen amerikanische, französische und britische Schiffe mit tausenden Tonnen Hilfsgütern noch immer vergebens. Ihre lebensrettende Ladung dürfen sie nicht an Land bringen und verteilen. Eine Regierung, die ihrem vom Zyklon heimgesuchten Volk nicht alle erdenkliche Hilfe zukommen lässt, versündigt sich am eigenen Land. Schon jetzt ist der politische Scherbenhaufen immens, den die Militärregierung mit ihrer starren Abwehrhaltung angerichtet hat. »Das Land ist für uns da« lautet ihre Parole. Wem ein Volksreferendum zum Machterhalt wichtiger als ausländische Unterstützung für Millionen Hilfebedürftige ist, der verliert neben politischem Ansehen das Vertrauen in der Bevölkerung. Die Junta hat versagt. Daran ändern die viel zu späte Öffnung für asiatische Ärzte und die Anordnung einer Staatstrauer nichts.

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