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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Balda

    Bielefeld (ots) - Balda hat schon bessere Zeiten gesehen. Und das ist noch vornehm formuliert. Tatsächlich steht das einst so stolze Unternehmen aus Bad Oeynhausen vor einem kraftraubenden und millionenteuren Umstrukturierungsprozess, der vor allem für die verbliebenen Mitarbeiter am Standort Bad Oeynhausen bitter ist. Sie müssen um ihre Arbeitsplätze fürchten. Noch steht nicht fest, wer die verlustreichen Töchter im zweiten Anlauf übernimmt und wieviele Jobs der neue Investor rettet. Dass nun auch noch die über Jahre hochgepäppelte und 2007 erstmals profitable Medizinsparte verkauft werden soll, zeigt, wie sehr bei Balda die Karten neu gemischt werden. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Von einem Bad Oeynhausener Unternehmen wird man bei Balda künftig nicht mehr sprechen können. Einzig die Holding wird in der Kurstadt mit wenigen Mitarbeitern übrig bleiben. Darin spiegelt sich die Sprache des Marktes. Nachdem die großen Handy-Hersteller ihre Fertigung nach Asien verlagert haben, musste ihnen auch Balda dorthin folgen. Dennoch: Die Schuldenlast ist erdrückend und der Aktienkurs seit Jahresbeginn auf Talfahrt. Großaktionäre wie der US-Investor Guy Wyser-Pratte haben mit Balda-Papieren Millionenverluste gemacht. Ihr Vertrauen schmolz dahin. So ist 2008 für Balda ein Jahr der Weichenstellung. Ist das Asiengeschäft stark genug, Balda vor dem Absturz zu bewahren?

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