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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) schreibt zum Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen:

    Bielefeld (ots) - Deutschlands Kinder- und Jugendärzte schlagen nicht zum ersten Mal Alarm. Fettleibigkeit, Fehlernährung und Bewegungsmangel bei einem kleinen, stetig wachsenden Teil ihrer Patienten messen und beklagen sie seit Jahren. Die Stimme der Vernunft wird konsequent überhört - von den betroffenen Jugendlichen, deren Eltern und auch von der Industrie. Zu allererst geht es um Erziehung, die nicht stattfindet. Das ist das eigentliche Dilemma, unlösbar von Politik und Wirtschaft. Der Ruf der Ärzte nach Vorschriften für die Herstellung und Verpackung von Kalorienbomben zielt auf die Nahrungsmittel-Industrie. Deren Mitverantwortung ist allerdings nur in Maßen gegeben. Außerdem: Was nutzt das größte Rotlicht einer aufgedruckten Kalorien-Ampel, wenn Genuss sofort verlangt und auch gewährt wird? Sage niemand, es sei nicht jetzt schon möglich zu erkennen, was gesund oder rund macht! Längst werden Millionen Euro an Steuergeldern zur Verbraucherinformation ausgegeben. Auch das Rauchen ist nicht durch Werbeverbote und Horror-Aufdrucke wirklich eingedämmt worden. Dort half allein der Druck aufs Portemonnaie.

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