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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Thema Tibet

    Bielefeld (ots) - 600 tibetische Mönche am Dienstag, 1000 am Mittwoch, Donnerstag erstmals 150 Nonnen auf den Straßen Lhasas und am Freitag Unruhen wie seit 1989 nicht mehr. In Tibet erheben sich jetzt auch Studenten und andere Tibeter. Die Fahne der verhassten Besetzer aus Peking wird mit Füßen getreten und verbrannt. Das sind Bilder, die Präsident Hu Jiantao herausfordern. Er lässt soeben die geballte Staatsmacht zurückschlagen, weil ein Vierteljahr vor Olympia nicht sein kann, was nicht sein darf. Dabei sind inzwischen die meisten Klöster auf dem Dach der Welt von der Polizei abgeriegelt, Mönche und Nonnen praktisch Gefangene. Alles das passt so gar nicht zum Geist der kommenden Spiele und der Selbstverpflichtung Chinas, den olympischen Frieden zu wahren sowie die Menschenrechte zu achten. Ganz klar, am 49. Jahrestag der Flucht des Dalai Lamas gibt es in seiner Heimat auch Kräfte, die zu mehr als Gebeten und friedlichen Mitteln neigen. Die Provokation gerade vor diesem Termin ist ihnen recht, aber weitere Gewalt hilft jetzt keiner Seite mehr. Die Tibeter haben längst ihr Ziel erreicht. Regierungen der ganzen Welt werden als Besucher der Spiele in Peking gegenüber der Regierung noch deutlicher auf die Achtung der Menschenrechte drängen. China weiß, dass es soeben mit jedem einzelnen Knüppelschlag mehr sein Gesicht vor der ganzen Welt verliert.

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