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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Rente

Bielefeld (ots) - Hurra! Es gibt mehr Rente! 1,1 statt der streng nach Gesetz zu erwartenden 0,5 Prozent. Sagenhafte 10,66 Euro hat der Durchschnittsrentner West künftig pro Monat mehr im Portemonnaie, 5,11 Euro die Durchschnittsrentnerin. Kaufen können sie trotzdem weniger. Denn die Inflation hat mittlerweile fast den dreifachen Wert des Rentenaufschlags erreicht, und die Pflegeversicherung wird auch teurer. In Wahrheit also steigt die Rente gar nicht, sie sinkt nur weniger stark. Um immerhin das zu erreichen, greift die Politik zu einem billigen Trick. Der Riester-Faktor, als Ausgleich für die zunehmend notwendige Privat-Vorsorge der aktiven Arbeitnehmer gedacht, wird einfach für zwei Jahre ausgesetzt. Genauer: für dieses und für nächstes Jahr. Nächstes Jahr? Da ist doch - richtig! - die Bundestagswahl. Danach sind Renten-Geschenke nicht mehr zu erwarten. Die Rente - und die real ebenfalls gesunkenen Einkommen der Arbeitnehmer - können dauerhaft nur zulegen, wenn die Wirtschaft wächst und neue Arbeitsplätze entstehen. Mit der schleichenden Abkehr vom Reformkurs aber bringt die große Koalition den Aufschwung in Gefahr. Mutige Politik sieht anders aus. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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