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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum EU-Reformvertrag

    Bielefeld (ots) - Lange genug haben sich die EU-Regierungschef ja gequält. Nach dem Scheitern der EU-Verfassung einigten sie sich am frühen Freitagmorgen endlich auf einen neuen Reformvertrag. Natürlich ist dies ein guter Tag für Europa. Nach langem Stillstand wurde es auch Zeit, dass Europa wieder einen Schritt vorwärts macht. Doch zu überschäumender Freude besteht noch längst kein Grund. Den Polen, die die Gemeinschaft lange genug geärgert haben, wurde wieder einmal eine Extrawurst gebraten, und auch den Italienern ist man mit dem Wunsch nach einem zusätzlichen Sitz im Europaparlament entgegengekommen - nur um das Große nicht zu gefährden. Aber genau diese Sonderwünsche einzelner Staaten haben die EU immer wieder in die Sackgasse geführt. Es gibt Staaten, die aus lauter Egoismus immer noch nicht verstanden haben, was Europa bedeutet, was es heißt, friedlich an einem Tisch mit 26 Nachbarn zu sitzen. Es ist eigentlich nicht zu verstehen, dass Europa wegen solcher Kleinigkeiten in ständig neue Krisen gerät. Jetzt aber sollte man sich erst einmal freuen, auch wenn das Reformwerk noch nicht in den 27 EU-Staaten ratifiziert ist.

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