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Investigativ-Journalist Oliver Schröm: "Eine traurige, vor allem aber eine gefährliche Entwicklung"

Frankfurt am Main (ots) - Investigativ-Journalist Oliver Schröm zweifelt an der Bereitschaft deutscher Verlage, in aufwändige Recherchen zu investieren. "Von rühmlichen Ausnahmen abgesehen wird es wohl mittelfristig darauf hinauslaufen, dass vorwiegend die Öffentlich-Rechtlichen oder gemeinnützige Journalistenorganisationen wie Correctiv sich aufwendige Recherchen werden leisten wollen", sagt Schröm dem "medium magazin". Der frühere Investigativ-Chef des "Stern" arbeitet seit diesem Monat für die NDR-Redaktion "Panorama". Schröm nennt das Sparen an Recherche "eine traurige, vor allem aber eine gefährliche Entwicklung".

Beim NDR will Schröm die Arbeit fortsetzen, die er seit 30 Jahren macht. Dabei wird er voraussichtlich auch im Rechercheverbund mit der "Süddeutschen Zeitung" und dem WDR mitarbeiten. Mit John Goetz arbeite er seit langer Zeit, schon im Jahr 2000 veröffentlichten sie gemeinsam das Buch "Allein gegen Kohl, Kiep & Co." über die CDU-Parteispendenaffäre. "Nach all den Jahren nun wieder auch zusammenarbeiten zu können - das freut mich sehr", sagt Schröm. Als Ressortleiter führte er sechs Jahre die Investigativredaktion des "Stern" und enthüllte unter anderem die Verbindungen des Rappers Bushido in die Berliner Unterwelt.

Das Kurzinterview mit Oliver Schröm auf Seite 78 und weitere spannende Stimmen lesen Käufer und Abonnenten von "medium magazin" Ausgabe 07-2016. "medium magazin" ist für alle Geräte im iKiosk verfügbar unter http://bit.ly/Medium-Digital. Einzelhefte und Abos gibt es unter http://www.mediummagazin.de/bestellen/.

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