RTL II

"BIG BROTHER" - endlich sachliche Argumente gegen politische Stimmungsmache!
"Big Brother" startet am 1. März 2000 um 20.15 Uhr bei RTL II

    München (ots) -
    
    * Nach einer Welle aufgeregter Kritik melden sich immer häufiger
sachkundige Experten zu "Big Brother" zu Wort.
    * Internationaler Erfolg: Der renommierte Channel Four aus
Großbritannien, Portugals TVI und jetzt auch einer der größten
US-Fernsehsender, CBS, haben die Lizenz für "Big Brother" erworben.
    
    In die politisch überhitzte Diskussion um das Sendeformat "Big
Brother" mischen sich jetzt vermehrt sachliche Töne. Zur juristischen
Grundlage von "Big Brother" nahm  Hubertus Gersdorf, Professor für
Kommunikationsrecht an der Universität Rostock, Stellung. Er kommt zu
dem Schluss, "Big Brother" unterläge sogar dem besonderen Schutz der
Rundfunkfreiheit, die den Schutz der Vielfalt der Meinungen
garantiert.
      
    Gersdorf wörtlich: "In jedem Fall reicht es nicht aus, aus Gründen
des ´guten Geschmacks´ bestimmte Sendeinhalte zu verbieten. Niemand
hat das Recht, gleichsam mit der ´goldenen Niveaunase´ nach dem
´Guten´ oder ´Schlechten´ Ausschau zu halten und das vermeintlich
´Schlechte´ und ´Anstößige´ vom Bildschirm zu eliminieren."
      
    Auch ein Verstoß gegen die Menschenwürde könne bei "Big Brother"
im Vorfeld juristisch nicht festgestellt werden. Ein Konflikt mit den
Jugendschutzbestimmungen sei aufgrund des Prime-Time-Sendeplatzes der
täglichen Zusammenfassung so gut wie ausgeschlossen. Eine endgültige
Stellungnahme wird aufgrund eines ausführlichen Gutachtens erfolgen,
das von Herrn Professor Gersdorf im Auftrag von RTL II erstellt wird.
    
    Ähnlich argumentiert auch Lothar Mikos, Professor für
Fernsehwissenschaft an der Hochschule für Film und Fernsehen in
Potsdam-Babelsberg. Er hält die politische Vorverurteilung einer noch
nicht ausgestrahlten Sendung für äußerst bedenklich: "Diese Debatte
darf nicht wie bisher von Vorurteilen und Vorverurteilungen bestimmt
werden." Außerdem würden falsche Grundannahmen von politischen
Verantwortungsträgern über die Rolle der Medien, und somit auch des
Fernsehens, nicht zur Versachlichung der Diskussion beitragen.
    
    Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten stellte kürzlich
klar, "dass über mögliche Rechtsverstöße erst nach Ausstrahlung
entschieden werden kann" (Fragenkatalog der DLM zu "Big Brother" in
epd medien 7/2000).
    
    Laut Professor Mikos sind mögliche Rechtsverstöße jedoch überhaupt
nicht zu erwarten. Ein Verbot vor Ausstrahlung würde somit gegen
Artikel 5 (Recht der freien Meinungsäußerung) des Grundgesetzes
verstoßen: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und
Bild frei zu äußern und zu verbreiten... . Ferner heißt es dort:
"Eine Zensur findet nicht statt". Da keine Verstöße gegen Paragraphen
des Strafgesetzbuches zu erwarten sind, muss Artikel 5 Grundgesetz
uneingeschränkte Anwendung auch auf "Big Brother" finden.
    
    Der Medienwissenschaftler ist der Ansicht, von verschiedenen
Kritikern werde eine moralische Scheindiskussion über "Big Brother"
geführt, welche vor allem die Pluralisierung der Lebenswelten in
Deutschland belege: "Die Debatte um "Big Brother" zeigt, ähnlich wie
die Diskussion um die täglichen Talkshows, wie weit sich die
Lebenswirklichkeit der Politiker und Medienwächter von der des
durchschnittlichen  Fernsehzuschauers entfernt hat."
    
    Der internationale Erfolg von "Big Brother" ist nicht aufzuhalten.
Inzwischen haben der angesehene englische Sender Channel Four, der
portugiesische TVI und Ende letzter Woche auch einer der größten
US-Fernsehsender, CBS, die Senderechte für "Big Brother" erworben.
    Den Amerikanern war die Lizenz rund 20 Mio. Dollar wert. Nach
eigenen Angaben steht die niederländische Produktionsfirma Endemol
auch in Verhandlungen mit verschiedenen anderen Ländern.

    "Big Brother" ist damit auf dem besten Wege, eine der
erfolgreichsten TV-Shows aller Zeiten zu werden.
    
    BIG BROTHER - ab dem 1. März täglich um 20:15 Uhr bei RTL II
    
    
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