RTL II

Statement von RTL II-Chef Josef Andorfer zur Diskussion um Big Brother

    München (ots) - RTL II wird an der Ausstrahlung von "Big Brother"
festhalten. Die Gespräche mit Herrn Thaenert von der für RTL II
zuständigen Hessischen Landesmedienanstalt von gestern und auch der
von uns initiierte Meinungsaustausch mit Ministerpräsident Kurt Beck
werden daran nichts ändern.
    
    Die in sachlicher Atmosphäre geführten Gespräche haben keine
Erkenntnisse oder neue Sachverhalte gebracht, die uns zu einer
Abänderung der Sendung oder gar zu einem Verzicht auf "Big Brother"
veranlassen könnten. "Big Brother" wird daher wie geplant am 1. März
auf Sendung gehen.
    
    Wir respektieren die Aufsichtspflicht der Medienaufsichtsbehörden
und sind weiter zu allen Gesprächen bereit. Gleichwohl können wir die
geäußerten Bedenken gegen "Big Brother" in Form und Inhalt nicht
nachvollziehen. Mittlerweile haben sich namhafte Medienrechtler
öffentlich zu Wort gemeldet, die dies ähnlich sehen.
    
    Es gibt keinen objektiven juristischen Grund die Sendung "Big
Brother" in der geplanten Form zu verbieten. Das Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland und der Rundfunkstaatsvertrag garantieren
die Meinungsfreiheit. Diese Freiheit gilt auch für die Gestaltung von
Unterhaltungssendungen. Ein Zensur, und ein Verbot wäre eine Zensur,
darf es daher nicht geben.
      
    Das Konzept ist auch mittlerweile an mehrere europäische Sender,
darunter auch an den angesehenen Channel 4 in Großbritannien,
verkauft. Mehrere amerikanische Networks haben ebenfalls Interesse
angemeldet. Hier verläuft die Diskussion deutlich sachlicher.
    
    Gez. Josef Andorfer
    
    
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