Deutscher Bauernverband (DBV)

Bauernverband: Kein BSE bei deutschen Rindern
Einstufung der EU-Kommission zu BSE nicht nachvollziehbar

    Bonn (ots) - "Deutschland ist BSE-frei", betont erneut der
Deutsche Bauernverband (DBV) als Reaktion auf den jüngsten Bericht
der EU-Kommission zur Bewertung des BSE-Status der Mitgliedsstaaten.
Bei keinem deutschen Rind sei bisher die BSE-Erkrankung aufgetreten.
Auch Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke bestätigte dies.
Zusätzlich verweist der DBV auf aktuelle Untersuchungen des
Internationalen Tierseuchenamtes, die diese Tatsachen ebenfalls
untermauern. Dennoch ist Deutschland aus nicht nachvollziehbaren
Gründen und basierend auf spekulativen Annahmen von der EU-Kommission
in eine hohe BSE-Risikogruppe eingestuft worden.
    
    Der Deutsche Bauernverband wehrt sich deshalb auch gegen die
jüngsten Beschlüsse der EU-Kommission, wonach ab dem 1. Oktober das
spezifische Risikomaterial bei geschlachteten Wiederkäuern entfernt
und unschädlich beseitigt werden soll. Bisher erfolgte in Deutschland
die Anwendung des lückenlosen Drucksterilisationsverfahren, das die
höchsten Sicherheitsstandards garantiert und eine sichere Verwertung
dieser Schlachtabfälle ermöglicht. Darüber hinaus verweist der DBV
auf eine Untersuchung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen im
Jahr 1999, in der 5000 Rinder auf BSE getestet wurden. Dabei wurde
kein einziger BSE-Fall festgestellt.
    
    Das neu beschlossene EU-Verfahren stellt das in Deutschland
aufgebaute und bewährte System einer sicheren Tierkörperverwertung in
Frage, während gesundheitspolitisch fragwürdige Verfahren in anderen
EU-Mitgliedstaaten aufgewertet werden, kritisiert der Bauernband. Von
den jährlichen Mehrkosten von 100 Millionen D-Mark ganz zu schweigen.
    
    Die BSE-Freiheit, strengste Futtermittelauflagen und das in
Deutschland generell vorgeschriebene Drucksterilisationsverfahren
schließen jedes Risiko der Übertragung von Krankheitskeimen
einschließlich der BSE-Erreger aus. Die Tatsache, dass in einigen
Mitgliedstaaten dieser hohe Sicherheitsstandard nicht garantiert
werden kann, darf nicht Anlaß sein, das System zum Schaden der
Landwirte zu unterlaufen.
    
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