Deutscher Bauernverband (DBV)

Bundesrat stimmt Aufhebung des Importverbots für britisches Rindfleisch zu
DBV: Rinder-Datenbank schafft transparente Rindfleischerzeugung in Deutschland

    Bonn (ots) - Die heutige Zustimmung des Bundesrates für eine Aufhebung des Importverbotes für britisches Rindfleisch kommt für den Deutschen Bauernverband (DBV) verfrüht. Dennoch bestehe für deutsche Verbraucher kein Anlass zur Besorgnis, sagte DBV-Präsident Sonnleitner im Deutschlandfunk. Bei der Entscheidung des Bundesrates gehe es um eine Prinzipienentscheidung und nicht um eine reale Marktfrage. Schon gar nicht sei eine Gefährdung des deutschen Verbrauchers zu befürchten.

    Deutschland sei kein traditionelles Importland für britisches Rindfleisch. Mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 120 Prozent sei Deutschland auch künftig nicht auf britisches Rindfleisch angewiesen. Die Forderung des DBV laute daher: Klare und transparente Kennzeichnung britischer Rindfleischimporte. Angesichts der sensiblen Verbraucher in Deutschland würden die Marktpartner kaum versuchen, britisches Rindfleisch einzuführen.

    Den deutschen Verbrauchern empfahl Sonnleitner, Rindfleisch
deutscher Herkunft nachzufragen. Deutschland sei BSE-frei. Die
deutschen Bauern hätten alle ihre Rinder mit Ohrmarken
gekennzeichnet. Sie seien in einer zentralen Datenbank in München
gespeichert, jeder Besitzerwechsel werde schriftlich, per Telefon
oder Internet gemeldet. Mit dieser kostenintensiven und
zeitaufwendigen Maßnahme habe die deutsche Landwirtschaft auf die
britische BSE-Krise reagiert und eine offene, transparente
Rindfleischproduktion aufgebaut. Mittlerweile bevorzugten 95 Prozent
der deutschen Verbraucher heimisches Rindfleisch.
    
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