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Mittel- und Osteuropa: Langfristig aussichtsreiche Perspektiven

KÖLN, February 4 (ots/PRNewswire) - - Atradius befragte in aktueller Studie über 300 Unternehmer und zeigt Chancen und Risiken in Mittel- und Osteuropa (MOE) auf

- In den kommenden 12 Monaten erwarten 40 % der Befragten mässige, 30 % grosse bzw. sehr grosse Auswirkungen der Wirtschaftskrise in MOE

- In den nächsten drei Jahren rechnen 61 % mit einem Umsatzzuwachs von mehr als 6 % und 91 % mit steigenden Gewinnen in der Region

Auch wenn den Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa zum Teil sehr harte Zeiten bevorstehen, gilt die Lage auf den dortigen Märkten langfristig als aussichtsreich. Dieser Ansicht sind Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen, die in den mittel- und osteuropäischen Staaten aktiv sind oder es planen. Kurzfristig stünden die EU-Mitglieder Ungarn, Polen, Tschechien, die Slowakei, die Baltischen Staaten, Rumänien, Bulgarien und Slowenien nach dem Aufschwung der vergangenen Jahre ebenso vor ihren Bewährungsproben wie Kroatien und Serbien.

Dies ergab die Studie "Zeit der Bewährung: Investitions- und Handelsgeschäfte in Mittel- und Osteuropa", für die im November 2008 über 300 Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte von der Economist Intelligence Unit im Auftrag von Atradius, einem weltweit führenden Kreditversicherer, befragt wurden.

Die gesamtwirtschaftliche Instabilität wächst zunächst. Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass die Risiken für ihre Unternehmen bereits in den letzen drei Jahren zugenommen hätten, 55 Prozent stellten gleichzeitig fest, dass die Ertragsmöglichkeiten deutlich gestiegen seien.

In den kommenden 12 Monaten erwarten 40 Prozent der befragten Unternehmen mässige, 30 Prozent grosse bzw. sehr grosse Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Mittel- und Osteuropa. Der Aufruhr an den Kreditmärkten treffe vor allem osteuropäische Staaten, die stark von ausländischen Investitionen abhängig seien und in der jüngsten Vergangenheit eine übermässige Schuldenzunahme verzeichnet hätten. Bislang haben bereits Ungarn, Lettland und Serbien der Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bedurft, Ungarn und Lettland sind darüber hinaus auf Massnahmen der Europäischen Union (EU) angewiesen. Es ist nicht auszuschliessen, dass weitere Länder unterstützt werden müssen.

Durch die für dieses Jahr prognostizierte Rezession in den Märkten Westeuropas würden auch die kleineren, offenen Volkswirtschaften in den Regionen Mittel- und Osteuropas abgebremst. So exportiert allein Ungarn rund 60 Prozent seiner Güter in die westeuropäischen Mitgliedsstaaten der EU. Die Befragten erwarten, dass die Wirtschaftsleistung in Ungarn, Lettland und Estland sogar schrumpfen wird. Waren die ausländischen Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa im Jahr 2008 schon rückläufig, so erwarten die Befragten der Studie für 2009 einen weiteren harten Einschnitt unter dem Einfluss der weltweiten Krise.

Langfristige Perspektiven optimistisch

So gross die Sorgen über die derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Instabilitäten sind, so optimistisch sind die Einschätzungen zu den langfristigen Wachstums- und Wirtschaftsperspektiven auf den Märkten Mittel- und Osteuropas. Im Laufe der kommenden drei Jahre rechnen die meisten Unternehmen in der Region mit einem Umsatzwachstum von über 6 Prozent. Entsprechend gehen 90 Prozent der Befragten von steigenden Gewinnen in den nächsten drei Jahren aus.

Ein wesentlicher Grund für diese Zuversicht ist die Ansicht, dass die Märkte Mittel- und Osteuropas bei weitem noch nicht so gesättigt seien wie die Westeuropas. Der Kostenaufwand sei darüber hinaus deutlich geringer als in den westlichen Staaten. Durch den intensiven Wettbewerb in den westlichen Staaten erweitern die Unternehmen ihr Engagement in Mittel- und Osteuropa und nutzen auf Grundlage der geringeren Kostenbasis die Möglichkeiten des Outsourcings. Die Unternehmen könnten sich in diesen Märkten auf reines Wachstum konzentrieren, nicht auf Kosteneinsparungen.

Der demografische Wandel in den mittel- und osteuropäischen Staaten wird als Nachteil wahrgenommen. Die Bevölkerungszahl wird in den kommenden Jahrzehnten erheblich abnehmen. Diese Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung würden aber in gewissem Masse durch den technologischen Wandel und wachsenden Wohlstand aufgewogen.

Verschiebungen auf den Märkten Osteuropas

Die Befragten beobachten auch Verschiebungen zwischen den Märkten Mittel- und Osteuropas. Polen wird für die Masse der Unternehmen ein wichtiger Markt bleiben, die Unternehmen werden sich aber innerhalb der nächsten drei Jahre breiter auf den Märkten aufstellen. Insbesondere die Wachstumsmärkte des Balkans, die durch ihren Aufholbedarf noch Entwicklungschancen haben, wecken das Interesse der Unternehmen.

Eine ausschweifende oder unübersichtliche Bürokratie wird von den befragten Unternehmen als massgebliches Hindernis benannt. Dazu zählen auch eine mangelhafte Infrastruktur und steigende Lohnkosten. Korruption wird in Rumänien und Bulgarien als hinderlich, politische Instabilitäten in den Ländern des Balkans als mögliche Schwierigkeit empfunden.

Die Studie "Zeit der Bewährung: Investitions- und Handelsgeschäfte in Mittel- und Osteuropa" ist der vierte Bericht in einer Reihe, die Unternehmen über Chancen und Risiken bei der Geschäftstätigkeit mit Schwellenländern informiert. Auch diese Studie kann auf http://www.atradius.de unter Publikationen/Aktuelles kostenlos heruntergeladen werden

Über Atradius

Die Atradius-Gruppe bietet weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und Inkasso-Dienste an und ist in 40 Ländern vertreten. Mit einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und einem weltweiten Marktanteil von 31 Prozent unterstützt die Atradius-Gruppe Unternehmen auf der ganzen Welt bei ihrem Wachstum, indem sie sie vor Zahlungsrisiken aus Verkäufen von Waren und Dienstleistungen auf Ziel schützt. Atradius hat mit 160 Büros Zugang zu Bonitätsinformationen über 52 Millionen Unternehmen weltweit und trifft täglich mehr als 22.000 Kreditlimitentscheidungen.

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