Neu für die Lebensmittelindustrie: Arbeitsschuhe können jetzt hygienisiert werden
München (ots) - Die Hygiene am Arbeitsplatz genießt in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben zu Recht oberste Priorität. Das gilt natürlich auch für die Kleidung der Mitarbeiter. Insbesondere existierte bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine universell einsetzbare Methode zur hygienischen Reinigung von Arbeitsschuhen. Jetzt steht mit der umweltfreundlichen Hygienisierung mittels Kohlendioxid (CO2) von Fred Butler erstmals ein Verfahren zur Verfügung, das die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bei Schuhen in Lebensmittelbetrieben und die Hygiene-Anforderungen nach DIN-Norm 10524 für die Fußbedeckungen zuverlässig erfüllt. Der Spezialschuhausstatter ABEBA entwickelte eigens zu diesem Zweck eine neue Schuhserie, die sich für die CO2-Reinigung besonders gut eignet.
"Wir freuen uns, die für Textilien erfolgreich eingesetzte CO2-Reinigungstechnologie in einem neuen Anwendungsgebiet zu etablieren", so Andreas Klensch, Geschäftsführer von Fred Butler. "Das Verfahren ist nicht nur für die Lebensmittelindustrie interessant, sondern beispielsweise auch für Unternehmen aus der Pharma- und Kosmetikbranche. Kurz: für alle Betriebe, in denen unter hohen hygienischen Standards gearbeitet wird", erläutert Klensch weiter. Fred Butler vermarktet das desinfizierende CO2-Reinigungsverfahren exklusiv europaweit. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet.
Seit 2004 sind die Vorgaben an Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben in der DIN-Norm 10524 geregelt. Diese Norm steht in engem Zusammenhang mit der Deutschen Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV), die sich aus internationalen und europäischen Richtlinien ableitet. Die DIN-Norm 10524 enthält Vorgaben zur Herstellung, Nutzung und Wiederaufbereitung von Arbeitsbekleidung (inklusive Fußbedeckung, wie Schuhe, Clogs oder Stiefel) in Lebensmittelbetrieben. Ziel ist es, eine nachteilige Beeinflussung der Lebensmittel zu vermeiden, welche durch unzweckmäßige Arbeitsbekleidung hervorgerufen werden kann. Bisher gab es keine vergleichbare Lösung für eine hygienische Aufbereitung von Arbeitsschuhen gemäß DIN-Norm 10524.
Als Tochterunternehmen der Linde Group steht hinter Fred Butler ein weltweit führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Gase und Engineering. In Kooperation mit dem Spezialschuhausstatter ABEBA sowie dem renommierten Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI) konnte Fred Butler eine innovative und umweltfreundliche Schuhreinigung mit Kohlendioxid entwickeln, die alle gesetzlichen Hygiene-Anforderungen an die Arbeitsschuhe als Teil der Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben erfüllt.
Etabliertes Textilreinigungsverfahren auf Schuhe übertragen Während nach dem heutigen Stand der Technik eine Desinfektion der Schuhe meist mittels Desinfektionsstationen bzw. Desinfektionsbädern erfolgt, arbeitet das innovative Verfahren von Fred Butler mit recyceltem, flüssigem Kohlendioxid. Dieses Gas fällt in industriellen Prozessen als Abfallprodukt an und wird für die CO2-Reinigung aufbereitet und wiederverwertet.
Der besondere Vorteil dieses umweltfreundlichen Verfahrens liegt zum einen in der keimabtötenden Wirkung des flüssigen CO2, die durch die Zugabe eines desinfizierenden Additivs zusätzlich verstärkt wird. Zum anderen kommen die Schuhe trocken aus der Reinigung und bedürfen keinerlei Nachbearbeitung. Durch das standardisierte Verfahren erfolgt am kompletten Schuh inklusive Laufsohle, Obermaterial und Innenfutter eine ausreichende Keimreduktion, um die hygienischen Anforderungen an Arbeitsbekleidung inklusive Fußbekleidung gemäß DIN 10524 zu erfüllen. Zum Vergleich: Mit den heutigen Verfahren werden meist nur die Laufsohle und in einem geringen Maße das Obermaterial desinfiziert. Das Innenfutter wird bis dato gar nicht gereinigt.
Einfaches, effektives Verfahren
Beim CO2-Reinigungsverfahren werden die Arbeitsschuhe auf einem eigens dafür entwickelten Schuhhalter befestigt und in einer dicht verschließbaren Reinigungsmaschine fixiert. Die Luft wird abgesaugt, die Kammer mit gasförmigem CO2 befüllt. Unter 40 bis 50 bar hohem Druck verflüssigt sich das Gas. Im Anschluss wird ein desinfizierendes Additiv zudosiert. Nach dem Reinigungsvorgang erfolgt eine Destillation des verunreinigten CO2, um dieses von Schmutzpartikel und Zusätzen zu trennen. Anschließend findet eine erneute Verflüssigung des Gases für das nächste Hygienisierungsbad statt. Durch diesen geschlossenen Kreislauf des Reinigungssystems können 98 Prozent des Kohlendioxids für weitere 50 bis 100 Reinigungszyklen wieder verwendet werden.
Rechtssicherheit durch wissenschaftlich belegten Leistungsnachweis
Um Rechtssicherheit für die Lebensmittel verarbeitenden Unternehmen zu gewährleisten, wurde in Zusammenarbeit mit dem Spezialschuhausstatter ABEBA, dem Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. und einem führenden Lebensmittelhersteller untersucht, ob die Schuhhygienisierung mit CO2 in der Praxis den strengen gesetzlichen Anforderungen tatsächlich entspricht. "Die mikrobiologischen Anforderungen für Arbeitsbekleidung nach DIN-Norm 10524 für hygienisch anspruchsvolle Bereiche werden erfüllt", erläutert Michaela Würtz vom PFI die Ergebnisse.
Umsetzung der CO2-Schuhhygienisierung in Unternehmen
Fred Butler bietet den Unternehmen für die Reinigung der Arbeitsschuhe einen Hol- und Bringservice an. Die Frequenz der Schuhdesinfizierung richtet sich individuell nach den Bedürfnissen des Unternehmens. Auch das Aufstellen einer Reinigungsmaschine im eigenen Betrieb ist für Großunternehmen machbar.
Hygiene ist auch gut für das Image
Unternehmen, die das CO2-Verfahren zur Schuhhygienisierung in das bestehende Eigenkontrollsystem (HACCP-Konzept: Hazard Analysis and Critical Control Points) aufnehmen, erhöhen den Hygienestatus in der Produktion deutlich. Durch diese innovative Reinigung von Arbeitsschuhen werden in der Lebensmittelproduktion geltende gesetzliche Vorgaben zuverlässig erfüllt und das Risiko einer Produktkontamination weiter minimiert. Dadurch reduziert sich die potentielle Gefahr kostenintensiver Rückrufaktionen. Die werbewirksame Vorreiterrolle bei der Lebensmittelhygiene kann das Ansehen eines Unternehmens steigern und neue Käuferschichten erschließen.
Fred Butler, die Marke mit dem Pinguin im Logo, gehört zur Cleaning Enterprises GmbH, einer 100-prozentigen Tochter des Technologiekonzerns The Linde Group. Die Cleaning Enterprises GmbH hat ihren Stammsitz in München und beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter. Als Tochterunternehmen der Linde Group steht hinter Fred Butler ein weltweit führendes Gase- und Engineering-Unternehmen mit annähernd 48.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern.
ABEBA ist ein Spezialschuhausstatter für Berufs- und Sicherheitsschuhe. Die Kompetenz des Unternehmens besteht darin, optimale Schutzfunktion mit bestmöglichem Tragekomfort und gesundem Fußklima in Einklang zu bringen. ABEBA ist heute eines der größten und modernsten Schuhunternehmen in Europa. Seit 01. Juni 2007 gehört das Unternehmen zu dem polnischen Traditionsunternehmen PROTEKTOR. Die PROTEKTOR-Gruppe ist eine Aktiengesellschaft und an der Börse in Warschau notiert. ABEBA-Komfortschuhe sind weltweit in über 2000 Fachgeschäften erhältlich.
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