Goldrausch in der Tiefsee: Auf dem Meeresgrund schlummern gewaltige Schätze
München (ots) - Es ist wieder Goldrausch-Zeit. Wie damals im Wilden Westen ziehen auch heute scharenweise Menschen los, verlockt von der Verheißung sagenhaften Reichtums. Gold, Silber, Platin: Dies alles soll es im Überfluss geben. Doch wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN (Ausgabe 02/2012, ab morgen im Handel) berichtet, ist es diesmal nicht damit getan, sich einen Claim abzustecken und eine Schaufel zu besorgen. Diesmal liegen die Claims 1600 Meter unter dem Meeresspiegel. Wer dort schürfen will, muss Unterwasser-Roboter einsetzen und Meeresstaubsauger kommandieren.
Das kanadische Unternehmen "Nautilus Minerals" arbeitet daran. Schon in zwei Jahren will es tonnenweise Gold, Silber und Kupfer aus der Tiefsee vor der Küste von Papua-Neuguinea fördern. Der Claim, für den es sich die Schürfrechte gesichert hat, ist zehn Fußballfelder groß und heißt "Solwara 1".
Seit Jahrtausenden spucken Unterwasservulkane in diesem Gebiet der Bismarck-See bis zu 400 Grad heißes Wasser aus. Angetrieben werden sie durch eine vulkanische Magmakammer, die direkt unter dem Meeresboden liegt. Eingesickertes Wasser verdampft in der Nähe des heißen Magmas, treibt in heißen Schwaden nach oben und löst auf seinem Weg reichlich Schwefel und Edelmetalle aus dem Gestein. Im Kontakt mit dem kalten Meerwasser erstarren die Minerale zu Metallsulfiden und formen bis zu 20 Meter hohe Schlote.
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