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Frauen in der Chefetage verdienen bis zu einem Drittel weniger als Männer: mehr Transparenz bei Gehältern gefordert

München (ots) -

   Aktuelle Studien: Gehälter in Deutschland besonders ungleich - 
   Karrieredienst Experteer macht mit Gehaltsbenchmarks ersten 
   Schritt Richtung Transparenz 

Vom Fließband bis zur Chefetage: Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Eine neue Studie der Personalberatung Kienbaum zeigt: Geschäftsführerinnen bekommen sogar mehr als ein Drittel weniger Vergütung als die Herren in der Chefetage. Ein wichtiger Grund: die Intransparenz in Sachen Gehalt schon bei der Stellenausschreibung. Denn nur eine von 1.000 Stellen wird in Deutschland vom suchenden Unternehmen mit einem aussagefähigen "Preisschild" versehen. Das zeigt die Analyse von über 30.000 Führungspositionen, die der Karrieredienst Experteer für seine Mitglieder untersucht hat. Dadurch wird das "Runterhandeln" von weiblichen Bewerbern deutlich erleichtert. "Ein offener Umgang mit Gehältern, wie in den angelsächsischen Ländern üblich, würde die Entgelt-Ungerechtigkeit sehr einschränken", sagt Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer von Experteer. "Das deutsche Gebaren ist nicht zeitgemäß und wirkt bei 50 Jahren Gleichstellungsgesetz geradezu wie eine Farce. Modernes Employer Branding sieht anders aus."

Deutschland Schlusslicht in Europa

Der Gleichstellungsbericht 2008 der Europäischen Union und EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla machten kürzlich klar: Deutschland gehört zu den Staaten mit der größten Ungleichheit bezüglich der Entlohnung von Männern und Frauen. Die renommierte Personalberatung Kienbaum legte jetzt aktuelle Zahlen vor, welche die skandalöse Ungleichbehandlung auch bei Spitzenkräften nachweist. Zeigen die von Kienbaum erhobenen Zahlen einen durchschnittlichen Gehaltsunterschied von rund 20 Prozent, liegt er bei den vergleichbaren männlichen und weiblichen Führungskräften unter den 250.000 Experteer-Mitgliedern mit 13 Prozent deutlich niedriger. "Das könnte daran liegen, dass bei uns selbstbewusste Frauen Mitglied werden, für die auch bisher schon Gleichbehandlung und eine klare Ausgangslage im Bewerbungsgespräch besonders wichtig waren", gibt Göttsch die Erfahrungen des Karrieredienstes für Interessenten mit über 60.000 Euro Jahresgehalt wieder. Die Analysten von Experteer klassifizieren alle Stellen für Fach- und Führungskräfte durch Gehaltsbenchmarks. Göttsch: "So schaffen wir einen Informationsgleichstand zwischen den Geschlechtern. Das ist ein guter Anfang, aber wirkliche Gerechtigkeit können nur die Unternehmen selbst herstellen."

Die von Experteer ermittelte Gehaltsbenchmark ist der Mittelwert für die jeweilige Führungsebene bei Marktführern des Branchensegments. Das konkret zu erzielende Gehalt ist selbstverständlich abhängig von Faktoren wie Verhandlungsgeschick, der Leistung der Mitarbeiter und der Berufserfahrung. Auch Größe und Standort des Unternehmens spielen eine wichtige Rolle. Daher kann die Gehaltsbenchmark nur eine Orientierungshilfe bei der Taxierung offener Positionen sein - die allerdings für Frauen und Männer auf gleiche Weise gilt.

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