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Ost-Ausschuss erhofft deutlichen Impuls für den Ausbau der deutsch-russischen Kooperation

    Berlin (ots) - "Der Zeitpunkt für Investitionen in Russland war
lange nicht so günstig wie heute. Von der anstehenden Sitzung des
Kooperationsrates erhoffen wir uns einen deutlichen Impuls für den
weiteren Ausbau der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen",
erklärt Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen
Wirtschaft, im Vorfeld des 7. Deutsch-Russischen Kooperationsrates,
der am 12. und 13. Februar in Berlin stattfindet.
    
    Die wirtschaftliche Situation in Russland habe sich deutlich
verbessert und erste wirtschaftspolitische Reformen seien auf den Weg
gebracht worden. Davon gehe eine positive Signalwirkung auf das
zukünftige Investitionsklima in Russland aus. "Die deutsche
Wirtschaft sieht weiteren strukturellen Reformen optimistisch
entgegen, insbesondere im Bankenbereich, beim Bodenverkehrsrecht und
im Gerichtswesen. Aber wir wünschen uns noch ein größeres Tempo", so
Mangold. Auf dem Kooperationsrat sollten deshalb konkrete
Schwierigkeiten angesprochen und gemeinsam Lösungswege gesucht
werden.
    
    An den Beratungen, die unter Leitung der Wirtschaftsminister
Werner Müller und German Gref stehen, nehmen über 200 Vertreter von
Regierungen, Ministerien und Unternehmen beider Länder teil.
    
    Das Bruttoinlandsprodukt Russlands wuchs 2000 um 7,6 Prozent. Für
das Jahr 2001 wird eine Zunahme um 4 Prozent prognostiziert. Die
Industrieproduktion stieg 2000 um 9 Prozent und die inländischen
Konsumausgaben um 10 Prozent. Die Investitionstätigkeit nahm mit 17
Prozent stark zu und wird 2001 mit 7 Prozent weiter wachsen.
Gleichzeitig wird ein weiteres Sinken der Inflationsrate von 20,2
Prozent auf 12 bis 14 Prozent in 2001 erwartet.
    
    Schwerpunkte des Deutsch-Russischen Kooperationsrates
    
    
    Auf der Tagesordnung des Deutsch-Russischen Kooperationsrates
stehen vier Workshops zu den Themen Investitionen und
Rahmenbedingungen, Finanzierung und Banken, Energie und
Energieeinsparung sowie Landwirtschaft und Nahrungsmittel.
    
    
    Investitionen und Rahmenbedingungen
    Der Austausch über bestehende Investitionshemmnisse und die Suche
nach Lösungswegen stehen im Zentrum des ersten Workshops. Im
Einzelnen werden dabei u. a. größere Investitionssicherheit und
Verringerung des bürokratischen Aufwandes angesprochen. Ziel ist es,
das ausländische Engagement vor Ort zu erleichtern und zu fördern.
    
    
    Finanzierung und Banken
    Finanzexperten und Banker verständigen sich u. a. über die
bevorstehende Bankenreform in Russland, Wege der Handels- und
Investitionsfinanzierung sowie Kooperationsmöglichkeiten im Kampf
gegen die Geldwäsche.
    
    
    Energie und Energieeinsparung
    Im Energie-Workshop werden zwischen Unternehmensvertretern der
Energiewirtschaft und des Anlagenbaus die rechtlichen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erörtert. Ziel ist,
Voraussetzungen für dringend notwendige Investitionen in die
Produktion und Transportinfrastruktur von Energieträgern zu schaffen.
Daneben werden Kooperationen über Möglichkeiten zur Energieeinsparung
erörtert.
    
    
    Landwirtschaft und Nahrungsmittel
    Im vierten Workshop kommen Verbesserungen bei den Agrar-Export-
und Importbeziehungen ebenso zur Sprache wie konkrete Projekte,
insbesondere in den Bereichen Landtechnik, Saatgut und
Pflanzenschutz. Ein weiteres Thema wird der neue russische Landkodex
sein.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
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