BDI Bundesverband der Dt. Industrie

BDI-Präsident Henkel: Wahlsieg von George W. Bush ist ein gutes Signal für den liberalen Welthandel

    Berlin (ots) - In seinem Glückwunsch an den gewählten
US-Präsidenten George W. Bush hat der Präsident des Bundesverbandes
der Deutschen Industrie (BDI) Hans-Olaf Henkel die Erwartung
unterstrichen, dass die neue amerikanische Administration den so
erfolgreichen wirtschaftspolitischen Kurs der vergangenen Dekade
fortsetzt. Der zehn Jahre andauernde Aufschwung in den USA sei Beweis
genug für die befreiende Wirkung von Deregulierung und strukturellen
Reformen auf wirtschaftliche Wachstumskräfte. Die Erfolge der New
Economy seien so erst möglich und die USA zur Lokomotive für die
Weltwirtschaft geworden.
    
    An den US-Präsidenten richte sich auch die Erwartung, dass den
transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen weiterhin der hohe
Stellenwert beigemessen werde, der ihnen gebühre. Die USA und Europa
seien einander nicht nur wichtige Wirtschaftspartner, sondern sie
seien auch die beiden herausragenden weltwirtschaftlichen Akteure.
"Nur wenn sie an einem Strang ziehen, kommt die Welt bei der
Liberalisierung des Handels mit Gütern und Dienstleistungen weiter",
so Henkel. Nachdem vor knapp einem Jahr das Vorhaben, eine neue
WTO-Runde in Gang zu setzen, vor allem an europäisch-amerikanischen
Divergenzen gescheitert sei, erhoffe sich die deutsche Industrie von
Bush neuen Schwung für die WTO und mehr Kompromissbereitschaft beim
Aushandeln einer zukunftsweisenden Agenda, die für alle - Industrie-,
Schwellen- und Entwicklungsländer - attraktiv sein müsse. Mit dem
republikanischen Präsidenten Bush dürfte sich auch das Verhältnis zum
Kongreß, der in den Händen der Republikaner bleiben wird, deutlich
entspannen. Dies wird sich auch positiv auf die
Außenwirtschaftspolitik auswirken.
    
    In den letzten Wochen des Wahlkampfes seien Themen liegen
geblieben, die nun schnell gelöst werden müssten. Die deutsche
Industrie, so der BDI-Präsident, gebe die Hoffnung nicht auf, dass
die Gesetzesnovelle zur steuerlichen Behandlung amerikanischer
Exporte in der nächsten Woche das Repräsentantenhaus passieren werde.
Nur so könnten die USA ihren Teil der De-Eskalationsstrategie
erfüllen, die sie mit der Europäischen Kommission verabredet habe.
Der Streit über die WTO-Konformität dieses amerikanischen Gesetzes
dürfe nicht in einen schweren Handelskonflikt münden.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
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