BDI Bundesverband der Dt. Industrie

Deutsche Wirtschaft setzt auf engere Zusammenarbeit mit Mexiko

    Berlin (ots) -
    
    "Auch wenn Deutschland bereits der zweitwichtigste Handelspartner
Mexikos ist, gibt es noch viel Potenzial für den Ausbau der
Wirtschaftsbeziehungen. Insbesondere in den Bereichen
Mittelstandsförderung, Umweltschutz und Neue Technologien, die sich
die künftige Regierung Fox auf die Fahne geschrieben hat, bietet
Deutschland attraktive Kooperationsmöglichkeiten." Dies erklärte
Hans-Olaf Henkel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen
Industrie (BDI), am Mittwoch im Rahmen von Gesprächen mit dem
gewählten mexikanischen Präsidenten sowie deutschen und mexikanischen
Wirtschaftsführern. Der neue mexikanische Präsident nutzte die
Plattform, um sein Wirtschaftsprogramm vorzustellen. BDI-Präsident
Henkel hatte im Rahmen der Lateinamerika-Initiative der Deutschen
Wirtschaft zu diesem Austausch in das Haus der Deutschen Wirtschaft
in Berlin eingeladen.
    
    Henkel würdigte ausdrücklich die wirtschaftspolitischen Erfolge
des noch amtierenden mexikanischen Präsidenten Ernesto Zedillo und
brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass auch Fox diese in
wesentlichen Punkten fortsetzen werde. Die Festigung der Demokratie
in Mexiko unter Präsident Zedillo habe dem Land große Anerkennung
gebracht und wurde von der deutschen Wirtschaft aufmerksam verfolgt.
    
    Von der neuen Regierung Fox wünschen sich die deutschen
Unternehmer eine stärkere Ausrichtung nach Europa. Auch müsse sich
die mexikanische Wirtschaft noch weiter öffnen und dabei auch
Bereiche wie Energie und Petrochemie einbeziehen. Mexiko gehörte in
den letzten drei Jahren zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften
Lateinamerikas. Außerdem ist das NAFTA-Mitglied das einzige Land, das
mit den beiden größten Binnenmärkten der Welt, EU und USA, über
Freihandelsabkommen
    verbunden ist. Bei der Modernisierung der mexikanischen Wirtschaft
könne Deutschland einen wesentlichen Beitrag leisten, betonte Henkel.
Hierzu müsse auch das im Juli in Kraft getretene
EU-Mexiko-Freihandelsabkommen mit Leben gefüllt werden.
    
    Vicente Fox hat mit seiner Partei der nationalen Aktion (PAN)
erstmals die seit 71 Jahren regierende Partei der Institutionellen
Revolution (PRI) in Mexiko abgelöst. Fox steht jetzt vor der Aufgabe,
die Demokratie weiter zu festigen, die Wirtschaft zu modernisieren
und soziale Probleme zu lösen. Mit dieser Zielsetzung hat Fox die
Wahlen gewonnen; dementsprechend hoch sind die Erwartungen der
mexikanischen Bevölkerung.
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
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