BDI Bundesverband der Dt. Industrie

Neuausrichtung des Innovationsindikators

Berlin (ots) - Deutsche Telekom Stiftung und BDI beauftragen Fraunhofer ISI, ZEW und MERIT mit der Erstellung der Studie - Länderranking untersucht die Innovationsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich - Neues Internetportal informiert über Aktuelles rund um das Thema Innovation

Bonn/Berlin, 12. November 2010: Wie innovativ ist Deutschland? Diese Frage beantworten in Zukunft drei renommierte Forschungsinstitute, die dann im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) den Innovationsindikator erstellen. Ab 2011 erarbeiten das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Maastricht Economic and social Research and training centre on Innovation and Technology der Universität Maastricht (MERIT) das bekannte Länderranking, das Deutschland mit den weltweit führenden Industrienationen vergleicht. Ab sofort präsentieren Stiftung und BDI Informationen rund um das Innovationsgeschehen auf der neuen Website www.innovationsindikator.de. Die nächste Studie erscheint im Herbst 2011.

"Das Konzept des Konsortiums unter Federführung des Fraunhofer ISI hat uns vor allem überzeugt, weil die Institute eine stringente Neugestaltung nach dem aktuellen Stand der Innovationsforschung vorgelegt haben", erklärt Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. "Der Ansatz berücksichtigt die gewünschte Zuspitzung des Innovationsindikators - also die Reduzierung der Einzelindikatoren - und stellt die Studie in den Zusammenhang anderer nationaler und internationaler Untersuchungen."

"Der Innovationsindikator hat Politik und Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren wichtige Impulse und Empfehlungen geliefert, wenn es darum ging, die deutsche Innovationsbilanz zu beleuchten und zu verbessern", sagt BDI-Präsident Dr. Hans-Peter Keitel. "Mit der methodischen und teilweise inhaltlichen Neuausrichtung werden wir den Indikator zukunftsorientiert weiterentwickeln und damit die Relevanz für Innovationsberatung und Innovationspolitik weiter erhöhen."

Das Konzept der drei Institute unterlegt den Indikator mit einem ökonomischen Modell, das als Grundlage für die Interpretation der Ergebnisse dient und es ermöglicht, Abhängigkeiten der Indikatoren untereinander abzubilden. Der Innovationsindikator wird dabei wie bisher aus Einzelindikatoren bestehen, die zunächst zu Subindikatoren und anschließend zum Innovationsindikator zusammengefasst werden. Dabei wird die Zahl der Einzelindikatoren von bislang mehr als 180 auf ca. 30, die der Subsysteme von zehn auf fünf bis sieben reduziert. Die Trennung zwischen Innovationssystem und Akteuren im System, die bisher die Grundlage für die Innovationsprofile der untersuchten Länder bildete, wird aufgehoben.

Ein Schwerpunkt der Studie bleibt die Bildung als zentrale Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit von Volkswirtschaften. Dabei werden in Zukunft neben der tertiären Bildung auch Daten zum dualen Ausbildungssystem und zur nicht-akademischen Qualifikation in die Studie einbezogen.

Über die Institute:

Fraunhofer ISI bringt weitreichende Erfahrung und Analysekompetenzen in der Innovationspolitik, bei Innovationsindikatoren einschließlich der theoretisch-methodischen Diskussion von Kompositindikatoren und bei Technologiefeldanalysen ein.

Das ZEW zeichnet sich ebenfalls durch umfassende Kompetenzen in Innovationsindikatoren, speziell der Mikrodatenanalyse aus und bringt zudem ökonomische und ökonometrische Kompetenzen in das Projekt ein.

MERIT ist eine international renommierte Forschungseinrichtung, die insbesondere Erfahrungen und Methodenkompetenz im Bereich Kompositindikatoren einbringt. MERIT ist unter anderem verantwortlich für das European Innovation Scoreboard, einem Projekt der Europäischen Kommission zum Vergleich der Innovationsfähigkeit von Volkswirtschaften.

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