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BDI zum Besuch von Recep Tayyip Erdogan in Berlin: "Dialog fair und offen führen"

Berlin (ots) - "Die deutsche Wirtschaft erwartet, dass es im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei weiterhin zu einem fairen und offenen Dialog kommt." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Samstag anlässlich des Deutschland-Besuchs des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin. Die aktuelle Integrationsdebatte müsse konstruktiv und lösungsorientiert weitergeführt werden.

Schnappauf appellierte an die Politik, die Gespräche mit der Türkei zügig fortzusetzen. Bisher wurden laut BDI zwölf der 35 Verhandlungskapitel eröffnet. Für die deutsche Wirtschaft ist die Türkei ein stabiler Partner. So zieht der Handel zwischen Deutschland und der Türkei nach der Krise wieder kräftig an. "Das laufende Jahr wird für die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen voraussichtlich so erfolgreich werden wie vor der Krise", betonte Schnappauf.

Nach dem Rückgang der deutschen Ausfuhren 2009 um 24 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro exportierten heimische Unternehmen allein im ersten Halbjahr 2010 Waren im Wert von 7,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

"Das Land bleibt absehbar ein Wachstumsmarkt in strategisch bedeu¬tender Lage", erklärte Schnappauf. Deutschland ist seit langem wichtigster Handelspartner der Türkei, und die Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit Jahren überdurchschnittlich gut. "Das sichert in Deutschland Wirtschaftskraft und Jobs. Jobs, in denen wir im Übrigen nicht auf die exzellente Arbeit von Menschen mit Migrationshintergrund verzichten können."

Im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe müsse Deutschland sich vor allem auch um diejenigen bemühen, die in Deutschland studiert haben. "Wer als Ausländer in Deutschland eine Hochschule erfolgreich abgeschlossen und auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst hat, muss auch eine dauerhafte Perspektive für sich und seine Familie in unserem Land bekommen", machte Schnappauf deutlich.

Als Zielmarkt deutscher Exporte war die Türkei bereits 2008 mit einem Warenwert von 15 Milliarden Euro größer als Japan. Schon seit 1980 ist Deutschland mit einem Volumen von über sieben Milliarden US-Dollar einer der größten ausländischen Investoren in der Türkei. Mehr als 4000 deutsche Unternehmen oder türkische Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in der Türkei aktiv.

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