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BDI zur Entscheidung des Industrieausschusses des Europäischen Parlaments -EU gefährdet Wachstum und Beschäftigung -Innovationsfeindliche Lösung beim Emissionshandel

    Berlin (ots) - Die deutsche Industrie übt scharfe Kritik an der Entscheidung des Industrieausschusses des Europäischen Parlaments, bis zum Jahr 2020 im Rahmen des EU-Emissionshandels grundsätzlich 100 Prozent der Zertifikate an das verarbeitende Gewerbe zu versteigern. "Eine komplette Versteigerung von Emissionszertifikaten bedroht Wachstum und Beschäftigung in Europa", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. "Damit spielt die EU leichtfertig mit der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, verursacht Milliardenkosten, nutzt nicht dem Klima und gefährdet Abertausende von Arbeitsplätzen."

    "Die Industrie hat die Bereitschaft und die Techniken, die CO2-Emissionen zu senken", erklärte Schnappauf. "Es ist aberwitzig, dass die Industrie zusätzlich zu Investitionen viele Milliarden Euro für Zertifikate zahlen muss, ohne dass ein internationales Abkommen der Industrie außerhalb der EU vergleichbare Lasten auferlegt." Schnappauf: "Gegen diese verfehlte Politik wehren sich Unternehmer wie Arbeitnehmer"

    "Der BDI unterstützt grundsätzlich die Reduktionsziele der Europäischen Union. Aber die vom Industrieausschuss favorisierte Lösung ist innovationsfeindlich. Sie entzieht dem privaten Sektor Gelder in Milliardenhöhe. Diese Gelder fehlen für Investitionen zur Reduzierung von CO2-Emissionen", sagte Schnappauf. "Der BDI fordert den Umweltausschuss des Europäischen Parlaments und die Bundesregierung auf, sich für eine 100-prozentig kostenfreie Zuteilung der Emissionszertifikate an das verarbeitende Gewerbe einzusetzen, wenn anspruchsvolle Vergleichswerte unterschritten werden. Die vom Ausschuss beschlossenen Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen sind aus der Sicht der Industrie unklar und unpraktikabel, und sie kommen im Jahr 2010 zu spät."

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