Gruner + Jahr GmbH & Co KG

Gruner + Jahr setzt sich im Rahmen des Projektes „Lebendige Elbe“ für eine erweiterte UNESCO- Nominierung für Hamburg ein

    Hamburg (ots) - Chilehaus mit Kontorhaus-Viertel und Speicherstadt sollen auf G+J- Initiative Weltkulturerbe werden

    Auf einer Tagung im Gruner + Jahr Pressehaus fiel heute der Startschuss für das Vorhaben „UNESCO Modernes Erbe Hamburg“: die Welterbenominierung des Chilehauses wird konzeptionell auf das Kontorhaus-Viertel und die Speicherstadt erweitert. Vertreter der Stadt Hamburg und die Eigentümer der bereits denkmalgeschützten Gebäude beschlossen, die Nominierung der Speicherstadt und des Kontorhaus-Viertels (Chilehaus, Meßberghof, Sprinkenhof) als UNESCO- Weltkulturerbe zu betreiben.

    UNESCO Welterbe Elbe – mit dieser Vision startete das von der Deutschen Umwelthilfe und Gruner + Jahr initiierte Projekt „Lebendige Elbe“ bereits 1997. Inzwischen haben viele der herausragenden Kultur- und Naturstätten entlang der Elbe das UNESCO Prädikat erhalten. Im letzten Jahr wurden die Dresdner Elbwiesen mit dem Label ausgezeichnet. In Hamburg steht das Chilehaus seit 1998 auf der Wartestandsliste der UNESCO. „Wir hielten die Zeit für gekommen, diese alte Nominierung aus der Versenkung zu holen und hatten den Vorschlag gemacht, sie konzeptionell auf das Kontorhaus- Viertel und die Speicherstadt zu erweitern“, so Angelika Jahr, Schirmherrin des Projektes „Lebendige Elbe“. Hamburg, die größte Hafenstadt an der Elbe, birgt architektonisch einmalige Gebäude und Quartiere, die in der Kategorie Modernes Erbe bei der UNESCO nominiert werden sollen. Ausgehend von der Nominierung des Chilehauses könnten auch das Kontorhaus-Viertel und die Speicherstadt die Welterbe-Landschaft entlang der Elbe bereichern.

    Hierfür unternahm Gruner + Jahr die Initiative. Das Verlagshaus stieß für ein solches UNESCO Modernes Erbe in Hamburg auf ein breites unterstützendes Echo bei der Stadt Hamburg und den Eigentümern der Gebäude. Als Verlag mit dem Standort Hamburg hatte Gruner + Jahr die kommunikative Vorbereitung der Idee übernommen und gab heute den abschließenden Anstoß für den Start dieses zukunftsweisenden Projektes.

    Auf Einladung von G+J-Vorstandsmitglied Angelika Jahr versammelten sich am runden Tisch im Gruner + Jahr Pressehaus die künftigen Promotoren dieses imageträchtigen Vorhabens für Hamburg. Der UNESCO- Berater des Projektes „Lebendige Elbe“ und Gründer des Welterbezentrums in Paris, Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff erläuterte den Vertretern der Stadt Hamburg und den Eigentümern der bereits denkmalgeschützten Gebäude die Idee der ausgeweiteten Nominierung für Hamburg im internationalen Vergleich. „Es sollte versucht werden bis zum Jahr 2007 unter Einbeziehung aller „Stakeholders“ die Nominierung des modernen architektonischen Erbes Hamburgs zur Erhaltung des Welterbeprädikats vorzubereiten.“, so der Vorschlag von Prof. von Droste. Er sieht gute Chancen für eine solche substanziell erweiterte Hamburger Nominierung, da Hamburg als einziges Bundesland in Deutschland noch kein UNESCO Welterbe besitzt und sich in der relativ neuen Kategorie Modernes Erbe auch international gute Möglichkeiten ergeben.

    Prof. Dr. Karin von Welck, Kultursenatorin der Stadt Hamburg unterstützt die Idee: „Die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhaus-Viertel mit dem Chile-Haus gehören sicher zu den markantesten und eindruckvollsten Gebieten Hamburgs. Hier manifestiert sich die traditionsreiche Geschichte unserer Handels- und Hafenstadt. Speicherstadt und Kontorhaus-Viertel sind Weltkulturerbe und verdienen das UNESCO-Prädikat. Das gesamte Ensemble in die UNESCO-Welterbe-Liste aufzunehmen, wird die Stadt Hamburg und insbesondere die Kulturbehörde nach Kräften vorantreiben. Die Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste bedeutet eine erhebliche Wertsteigerung des gesamten Ensembles. Hamburg wird sicher davon profitieren, denn ich erwarte mir davon eine noch breitere öffentliche Wahrnehmung mit dem Ziel, dieses Erbe nicht nur im Kern, sondern auch für die Zukunft lebendig zu halten. Wir danken Gruner + Jahr für das geleistete Engagement in dieser Initiative.“

    Ingo Hartlief¸ Vorstandsmitglied der DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG (Eigentümerin des Chilehauses), Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (Eigentümerin Speicherstadt) sowie die Vertreter der DB Real Estate (Eigentümerin Meßberghof), der Allianz Immobiliengesellschaft (Eigentümerin Sprinkenhof) und Axel Friederici, Vorstandsvorsitzender der IG Kontorhausviertel zeigten sich begeistert von der G+J-Initiative. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg werden sie die Idee fortführen und den anstehenden UNESCO- Nominierungsprozess aktiv begleiten und unterstützen.

    Als konkreten nächsten Schritt wird eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von Kultursenatorin Prof.Dr. Karin von Welck in Kooperation mit Ingo Hartlief (DIFA), Dr. Roland Lappin (HHLA) und Angelika Jahr (G+J) ein internationales UNESCO-Expertentreffen im Oktober 2005 einberufen und damit das Vorhaben weiter voranbringen.

    Angelika Jahr, Vorstandsmitglied von Gruner + Jahr und Schirmherrin des Projektes „Lebendige Elbe“: „Wir sind stolz für Hamburg und unser Quartier am Baumwall, Idee und Anstoß für ein UNESCO Prädikat gegeben zu haben. Wir freuen uns, dass die Stadt Hamburg und die Eigentümer der architektonisch einmaligen Ensembles unsere Initiative nun aktiv weiter fortführen werden. Gruner + Jahr wird zur Jahresmitte 40 Jahre alt und hatte seine ersten Büros auch im Chilehaus und Sprinkenhof. Unser heutiges G+J-Pressehaus am Baumwall versteht sich in seiner architektonischen Einmaligkeit als Bindeglied zwischen tradierten städtebaulichen Werten und der zukunftsorientierten Perspektive am Rande der neuen Hafencity. Wir fühlen uns beiden verbunden.“

    Ingo Hartlief, Vorstandsmitglied der DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG: "Als Eigentümerin des Chilehauses sehen wir in der Initiative von Gruner + Jahr eine gute Chance, die Hansestadt und ihr lebendiges Kulturerbe auf die internationale Agenda zu setzen. Der kulturhistorische Wert des Chilehauses und des gesamten Kontorhaus- Viertels ist unbestritten. Die UNESCO-Nominierung ist ein starkes gemeinsames Ziel, das wir im Rahmen unseres städtebaulichen Engagements gern unterstützen."

    Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-Aktiengesellschaft: „Die HHLA begrüßt als Eigentümerin des Kulturdenkmals Speicherstadt die Initiative von Deutscher Umwelthilfe und Gruner + Jahr, das Hamburger Ensemble von Chilehaus, Kontorhaus-Viertel und Speicherstadt in der Kategorie „Modernes Erbe“ für die Liste der UNESCO zu nominieren. In diesem Sinne gilt Gruner + Jahr unsere Anerkennung für die vorgenommenen Weichenstellungen. Wir glauben, dass dieses bauhistorisch wie hafengeschichtlich einzigartige Quartier in ganz besonderer Weise dafür prädestiniert ist, Hamburgs Beitrag zum Weltkulturerbe darzustellen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern das Projekt „UNESCO Modernes Erbe Hamburg“ zum Erfolg zu führen.“

    Die DB Real Estate (Deutsche Bank Group), die für einen offenen Immobilienfonds die Immobilie Meßberghof managt, sieht die Initiative von Gruner + Jahr für eine erweiterte Hamburger UNESCO Nominierung sehr positiv. Neben dem Chilehaus und gegenüber der Speicherstadt gelegen ist der Meßberghof ein weiteres Beispiel für die architektonisch-herausragende expressionistische Backsteinkultur in Hamburg. Die DB Real Estate wird die weiteren Vorbereitungen zur gemeinsamen UNESCO Nominierung begleiten.

    Axel Friederici, Vorstandsvorsitzender IG Kontorhausviertel e.V.: „Wir bedanken uns sehr für das Engagement und den Arbeitseinsatz von Gruner + Jahr und der Partnerschaft „Lebendige Elbe“. Der Stellenwert des Kontorhausviertels und der Speicherstadt wird schon durch die Listung bei der UNESCO erhöht werden. Die IG Kontorhausviertel unterstützt die Initiative und hofft auf erfolgreiche Arbeit und gutes Gelingen.“

    Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff, Gründer des UNESCO- Welterbezentrums in Paris und Berater des Projektes „Lebendige Elbe“: „Hamburg besinnt sich auf die universellen Werte seines modernen architektonischen Erbes: 1998 wurde auf Antrag der freien Hansestadt Hamburg das Chilehaus in die UNESCO Wartestandsliste für das Welterbe eingeschlossen. Aus heutiger Sicht sind noch andere Perlen des modernen Erbes der Hansestadt hinzuzufügen, so zum Beispiel das Kontorhaus-Viertel und die Speicherstadt als geschlossene architektonische Ensembles. Neben dem Chilehaus, das als bedeutendste Schöpfung des Klinkerexpressionismus von Fritz Höger für den Kaufmann Sloman in den zwanziger Jahren gebaut wurde, stechen weitere Klinkerbauten des Kontorhaus-Viertels hervor, wie zum Beispiel der Sprinken- und Meßberghof.

    Eine weitere Perle der Modernen Architektur ist die Speicherstadt, errichtet 1884-88 von dem Hamburger Bauingenieur Hans Meyer. Mit ihren 17 sieben- bis achtstöckigen Lagerhäusern stellt sie den größten originalen Lagerhauskomplex der Welt dar, ein städtebauliches Ensemble von außergewöhnlicher Geschlossenheit und Qualität.

    Es bestehen gute Möglichkeiten bis zum Jahr 2007 mit Hilfe einer interdisziplinären Arbeitsgruppe die Nominierung des modernen architektonischen Erbes Hamburgs zur Erhaltung des Welterbeprädikats vorzubereiten.“

    Prof. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe e.V., Partner beim Projekt „Lebendige Elbe“: „Ein UNESCO Modernes Erbe in Hamburg wird die Perlenkette von Natur- und Kulturstätten an der Elbe – von der sächsisch-böhmischen Schweiz bis zum Wattenmeer, von Dresden bis Hamburg wunderbar ergänzen.“

    Das Projekt „Lebendige Elbe“ wird seit 1997 in einer Partnerschaft zwischen der deutschen Umwelthilfe und Gruner + Jahr realisiert. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Schutzkonzeptes für die Elbe von der Quelle bis zur Mündung. Als Verlag an der Elbe fördert Gruner + Jahr die Kommunikation der über 400 Organisationen entlang des Flusses, unterstützt innovative Ideen und bringt neben der finanziellen Förderung sein Kommunikations- und Medien-Know-How ein. Ein wichtiger Schwerpunkt des Projektes „Lebendige Elbe“ war und ist die Förderung von UNESCO Weltkulturlandschaften. Bereits 1999 zeigten eine Wanderausstellung und ein Bildband die „Lebendige Elbe“ mit ihren herausragenden Natur- und Kulturschätzen. Die Chancen für eine zukunftsorientierte ökonomische und ökologische Entwicklung in einer UNESCO Weltkulturlandschaft Elbe präsentierten die Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr auf einem zweitägigen Symposium im August 2003 im G+J Pressehaus. Das „Lebendige Elbe“- Welterbe-Engagement wird seit 2003 zusätzlich durch einen Wirtschaftsrat unterstützt und von den Unternehmen Unilever, T- Mobil, Vattenfall und Garpa gefördert.

Die digitale Pressemappe steht zum Download bereit unter: www.guj.de/aktuell

    Für Rückfragen:

Dr. Maria Hoffacker Gruner + Jahr AG & Co KG Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskontakte Leiterin Umweltreferat Am Baumwall 11 20459 Hamburg Tel.:  040/3703-3878 Fax:  040/3703-5688 E-Mail: hoffacker.maria@guj.de

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