Rechtsextremismus im Norden: Dokumentation und Live-Diskussion mit Reinhold Beckmann

   | 

Hamburg (ots) - Wo sind die Hochburgen der Rechtsradikalen im Norden? Wie zeigt sich alltäglicher Fremdenhass, welche Erfahrungen machen Migranten, wie begegnet die Politik dem Problem Rechtsextremismus? Und welche Möglichkeiten gibt es, sich gegen rechtsextreme Strömungen zur Wehr zu setzen? Darum geht es in dem Themenschwerpunkt "Der Norden schaut hin" am Mittwoch, 30. Januar, ab 20.15 Uhr im NDR Fernsehen.

Für die Dokumentation "Der Norden schaut hin - Die rechte Szene in Norddeutschland" waren Reporterinnen und Reporter von NDR und Radio Bremen ein halbes Jahr lang in allen fünf Bundesländern im Norden unterwegs. Der Film präsentiert die Ergebnisse der Recherche: Die Reporter haben u. a. eine Bürgermeisterin in Mecklenburg-Vorpommern getroffen, die gegen viele Widerstände dafür kämpft, dass ihr Ort kein "Nazi-Dorf" wird. In Bremen lässt sich das Filmteam erklären, welche Anziehungskraft rechtsextremistische Bands haben. Außerdem zeigen die Reporter, wie ein rechtsradikaler Verleger in Schleswig-Holstein Meinung in der Szene macht. Dazu analysieren Experten das Wirken von Rechtsradikalen im Norden Deutschlands und erklären, warum deren Gedankengut so weit verbreitet ist. Gegner der rechtsextremen Szene berichten in der Dokumentation von friedlichen Aktionen, Unterstützer von Opfern erzählen von ihrer Arbeit.

Um 21.05 Uhr folgt "Der Norden schaut hin - Der Talk" live mit Reinhold Beckmann. Mit seinen Gästen beleuchtet er das Thema Rechtsradikalismus aus unterschiedlichen Perspektiven. Reinhold Beckmann: "Teile der NPD gehen neuerdings gerne in der bürgerlichen Mitte auf die Suche nach Sympathisanten. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, ein deutliches Signal gegen Rechts zu setzen. Die NDR Initiative 'Der Norden schaut hin' unterstützt alle Menschen, die sich gegen braunes Gedankengut und rechte Gewalt erheben."

Bei ihm im Studio sind u. a.

   - Sebastian Edathy, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis 
     Nienburg II - Schaumburg, Vorsitzender des 
     NSU-Untersuchungsausschusses 
   - Birgit Lohmeyer. Sie engagiert sich zusammen mit ihrem Ehemann 
     im Dorf Jamel (bei Wismar) gegen Rechtsextremismus und wurde 
     dafür bereits mehrfach ausgezeichnet 
   - Andrea Röpke , Diplom-Politologin und Journalistin. Für ihre 
     Berichte über Rechtsextremismus vielfach geehrt, zuletzt von der
     Branchenzeitschrift Medium Magazin als Journalistin des Jahres 
     2011 in der Fachkategorie Politik 

Unter NDR.de können Nutzerinnen und Nutzer am Mittwoch ab 20.15 Uhr die Dokumentation und den Talk im Internet live verfolgen sowie sich mit ihren Kommentaren und Fragen daran beteiligen - auch bei Facebook auf NDR.de und via Twitter mit dem Hashtag #dnsh. Ab 21.45 Uhr bietet NDR Online einen Chat zu dem Thema an mit Reinhold Beckmann sowie Stefan Schölermann von NDR Info, Rechtsextremismus-Experte. Bereits jetzt können Interessierte über NDR.de/dernordenschauthin Fragen für die Diskussionsrunde mit Reinhold Beckmann schicken.

Die beiden Sendungen und das Angebot von NDR Online sind Teil des Projektes "Der Norden schaut hin". In dessen Rahmen haben im vergangenen halben Jahr alle Fernseh- und Radioprogramme von NDR und Radio Bremen die rechtsextreme Szene in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Niedersachsen noch genauer als bisher beobachtet. Auf NDR.de/dernordenschauthin wurden alle Beiträge dazu fortlaufend gesammelt, dort finden sich zudem viele weitere Informationen über das Thema.

Der Schwerpunkt im NDR Fernsehen wird vom 28. bis zum 30. Januar begleitet durch Radio- und Fernsehbeiträge in den Landesprogrammen, auf NDR Info sowie durch Beiträge im NDR Fernsehen z. B. im "Kulturjournal", in "Markt", "Panorama 3", "extra 3" und "Zapp".

Die Dokumentation "Der Norden schaut hin - Die rechte Szene in Norddeutschland" steht Ihnen bereits im Vorführraum des NDR Presseportals zur Ansicht zur Verfügung (NDR.de/presse).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter NDR.de/dernordenschauthin

Sendetermin: Mittwoch, 30. Januar, ab 20.15 Uhr, NDR Fernsehen

Pressekontakt:

Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304