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Sandra Völker und Antje Buschschulte kündigen im "ARD-Olympia Studio" Abrechnung mit dem DSV an

Hamburg (ots) - Zwei prominente Schwimmerinnen des DSV-Aufgebots bei den Olympischen Spielen in Sydney äußerten im Interview für den "Sydney 2000 Olympia Boulevard" im Ersten am Freitag abend heftige Kritik an ihren Verbandsfunktionären. Antje Buschschulte (21) kündigte eine "große Abrechnung mit dem DSV" an, die es sicherlich geben werde. "Wir Athleten haben jetzt mitzureden", sagte sie ins ARD-Mikrofon. Noch deutlicher wurde Sandra Völker (26). "Wir sind ganz unten. Die Leistung reicht nicht für eine Nation wie Deutschland. Das muss professioneller aufgezogen werden. Es wird ein offizielles Statement von der Mannschaft geben." Dahinter steckt offenbar der Versuch, alle 35 Team-Mitglieder zu einer einheitlichen Erklärung zu bewegen, die sich an die Spitze des Deutschen Schwimm-Verbandes richten soll. Wie die ARD erfuhr, soll es zu diesem Zweck im Anschluss an die Schwimmwettbewerbe eine interne Krisensitzung der Athleten des DSV-Teams geben. Zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer fordern offenbar tiefgreifende strukturelle und personelle Konsequenzen, hegen tiefes Misstrauen gegen die Arbeit der Verbandsführung. Im Vergleich zu anderen Nationen, so ist zu hören, mangele es dem DSV-Management an Professionalität. Den Vorteil am schlechten Abschneiden des DSV-Teams in Sydney sieht Sandra Völker darin, "dass sich jetzt hoffentlich etwas ändern wird". Von einer Krisenstimmung innerhalb der Mannschaft könne hingegen keine Rede sein. Sandra Völker: "In der Mannschaft ist ein guter Zusammenhalt. Wir helfen uns gegenseitig, haben zusammen gefunden." ots Originaltext: NDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Martin Gartzke NDR-Pressestelle 040/4156-2300 Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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