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Mehr Durchblick mit "Cybersports": Auch olympische Leichtathletik-Wettbewerbe im Ersten mit dem virtuellen Bildsystem

Hamburg (ots) - "Cybersports" heißt der virtuelle Bildschirm-Service, den die ARD mit großem Erfolg bei den olympischen Schwimm-Übertragungen aus Sydney einsetzt. Das System erleichtert dem Publikum die Orientierung: Bei der Vorstellung der Teilnehmer erscheinen die zugehörigen Nationalflaggen auf dem Grund des Schwimmbeckens. Die Bahnen, auf denen die deutschen Athleten durchs Wasser ziehen, sind zur besseren Orientierung für die Zuschauer dunkelblau eingefärbt. Im Verlauf des Wettkampfs wird eine gelbe Linie eingeblendet. Sie markiert die bisherigen Olympia- oder Weltrekorde. Das Verblüffende: Die virtuelle Markierung schwimmt mit. Liegen die Sportler vor der gelben Linie, sind sie auf dem Weg zu neuen Rekorden. So können die Zuschauer schneller und besser als je zuvor erkennen, ob neue Bestmarken gesetzt werden. Hinter diesem Angebot steckt geballte Technik. Manfred Straka vom Südwestrundfunk (SWR), Regisseur bei den Schwimm- und Leichtathletik-Sendungen: "Wir müssen unseren Computer zuvor mit den jeweiligen Rekorddaten füttern. Je mehr Zwischenzeiten zur Verfügung stehen, desto exakter wird das Ergebnis." Der Rechner, der ebenso wie die Software von der israelischen Firma Orad stammt, erhält dazu während der laufenden Wettkämpfe über spezielle Sensoren Angaben darüber, wo sich das Kamerabild gerade befindet. "Wir können Schwenks machen oder Zoomen - die Rekordlinie zieht immer an der richtigen Position mit", so Straka. Die Zuschauer des Ersten sind von "Cybersports" offenbar angetan. Bei der ARD-Olympia-Hotline (01805 11 77 71; Anrufkosten pro Minute 24 Pfennige) gingen zahlreiche begeisterte Anrufe von Zuschauern ein, die das System bei weiteren Sportarten sehen möchten. Dieser Wunsch geht in Erfüllung: Ab Sonntag (24. September), nach dem Ende der Schwimmwettbewerbe, wird Das Erste mit "Cybersports" ins Olympiastadion zur Leichtathletik umziehen. Manfred Straka: "Dort lohnt sich der Einsatz besonders, weil wir mit acht eigenen Kameras vertreten sind. Beim Schwimmen sind es vier." Bei Hammer-, Diskus- oder Speerwürfen etwa werden die Zuschauer im Lauf der Wettkämpfe auf den ersten Blick erkennen können, welche Weiten für Gold, Silber oder Bronze erforderlich sind. Bei den Laufwettbewerben wird ein "virtueller Läufer" dabei sein: Statt der beim Schwimmen verwendeten gelben Rekordlinie werden die Zuschauer auf der Aschenbahn einen rennenden gelben Punkt sehen. ots Originaltext: NDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Sandra Thormählen / NDR-Pressestelle E-Mail: s.thormählen@ndr.de Tel.: 040/4156-2300 Fax: 040/4156-2199 Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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