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"Bewusst irreführend": NDR-Intendant Jobst Plog weist Kritik von Posers an geplantem Nordwest-Radio zurück

    Hamburg (ots) - Als "offenbar bewusst irreführend" hat NDR-Intendant Jobst Plog die Kritik des AVE-Geschäftsführers Hilmar von Poser am künftigen "Nordwest-Radio" bezeichnet. Plog stellte klar, dass Nordwest-Radio kein additives Angebot sei. Es solle lediglich ein bereits vorhandenes Programm ersetzen, nämlich Radio Bremen 2, wie von Poser sehr wohl wisse. Schon allein deshalb sei dessen Vorwurf einer "weiteren Verstopfung des Hörfunkmarkts in Niedersachsen" vollkommen absurd, so Plog. Nordwest-Radio werde zudem ein Programm von Radio Bremen; im Unterschied zu RB 2 werde Nordwest-Radio in Kooperation mit dem NDR entstehen. Dies ermögliche die Nutzung von Synergien. Plog: "Die Zusammenarbeit beim Nordwest-Radio dient dem Zweck, Radio Bremen nach dem Fortfall von Zahlungen aus dem ARD-Finanzausgleich zu entlasten und in der Nordwest-Region zugleich ein konkurrenzfähiges Programmangebot aufrechtzuerhalten. Dazu wäre Radio Bremen allein künftig nicht mehr im vollen Umfang imstande."

    Zum Anwurf von Posers, N-Joy Radio sei "ein konturenlos dahin
plätscherndes Programm" sagte Plog mit Blick auf die zahlreichen
Hörfunkprogramme, an denen die AVE beteiligt ist: "Wer selbst
ausschließlich programmliche Plätscherei veranstaltet, sollte mit
derlei Bemerkungen vorsichtig sein." Im Übrigen habe sich von Poser
bereits seit seiner Zeit als Staatssekretär in der Regierung Albrecht
immer wieder als Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu
betätigen versucht, zum Glück bis heute ohne nennenswerten Erfolg.

    Das geplante Nordwest-Radio soll nach den gemeinsamen Plänen von
Radio Bremen und dem NDR ein anspruchsvolles Programm mit 40 Prozent
Wortanteil werden. Ziel ist, die Kulturregion Nordwest noch besser zu
erschließen. In diesem Zusammenhang will der NDR neue
Korrespondentenbüros u.a. in Wilhelmshaven und Vechta einrichten.
    
    
ots Originaltext: NDR
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