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Allg. Zeitung Mainz: Katalysator
Kommentar zu Trump
Von Reinhard Breidenbach

Mainz (ots) - Im Weißen Haus gehen sie ja manchmal unflätig miteinander um. Was hindert uns da, nach der Devise "auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil" diesem Beispiel zu folgen und festzustellen: Im Moment ist das Weiße Haus ein Saustall. Und es ist so, wie beim Fisch: Der stinkt vom Kopf her. Es steht zu befürchten, dass Trump noch Dutzende Stabschefs, Minister, heimliche und unheimliche Berater anheuern und wieder feuern könnte: Trump bleibt vorerst Trump - und das ist das Allerschlimmste, was man über die angebliche Politik der USA derzeit sagen kann. Kasperletheater ist im Vergleich dazu eine Wagner-Oper. Was soll die freie Welt tun angesichts der Tatsache, dass ihre natürliche Führungsfigur gerade mental aushäusig ist, vielleicht krank, im Sandkasten oder Ballerspiele spielt? Einen winzigen Funken Hoffnung doch nicht aufgeben, dass der Mann sich wenigstens ein kleines bisschen einkriegt? Dass sein aktueller Stabschef, immerhin ein kriegsgestählter General, das Schlimmste verhindert? In den Blick nehmen, dass Trump schon jetzt genug auf dem Kerbholz hat, um ihn vom Hof zu jagen? Die Monate, Wochen, Tage und Stunden zählen, die man ihn noch ertragen muss? Ja, diese Aspekte sind, vor allem zur seelischen Hygiene, wichtig. Am wichtigsten aber: Aus der bitteren Not könnte eine Tugend entstehen, Trump könnte ungewollt zum Katalysator werden für eine neue Solidarität der Europäer untereinander. Zudem müssen sich die Bürger jedes freien Landes vor Augen führen, was man anrichten kann, wenn man Wahlen und ihre Konsequenzen nicht wirklich ernst nimmt.

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