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Allg. Zeitung Mainz: Vom Pferd
Kommentar von Markus Lachmann zur CDU Rheinland-Pfalz

Mainz (ots) - Neuerdings gibt es in der rheinland-pfälzischen CDU sehr viele Spitzenleute, die sich für Pferdezucht und Reitsport interessieren. So zumindest haben es Landesschatzmeister Peter Bleser und die heutige CDU-Landeschefin Julia Klöckner dargestellt. Bleser hatte das luxuriöse Mauss'sche Anwesen im Hunsrück öfter, Klöckner hatte es einmal besucht. Geheimagent Werner Mauss lebte dort unter seinem Alias-Namen Richard Nelson. Und just dieser Nelson, also praktisch Mauss, ließ jetzt über seinen Anwalt erklären, dass er seit 1968 regelmäßig Geld an die CDU, in Kreis oder Land, gespendet hat. Anders als die verdeckten Spenden späterer Jahre ist das noch lange nicht illegal. Doch es weckt massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit führender Christdemokraten, allen voran Blesers - der als parlamentarischer Staatssekretär auch Teil der Bundesregierung ist. Ein bekannter Bürger spendet über Jahre Geld, und das soll den Parteileuten vor Ort nicht bekannt sein, geschweige denn, dass es bei den "pferdepolitischen Besuchen" angesprochen wurde? Es stellt sich die Frage: Wer erzählt hier eigentlich wem etwas vom Pferd? Die Luft für Peter Bleser, der sich an nichts mehr erinnern will, ist mit den neuen Enthüllungen äußerst dünn geworden. In der CDU-Geschäftsstelle scheint man merklich bemüht zu sein, alles restlos aufzuklären. Doch die Landes-CDU mit Julia Klöckner steckt mitten im Spendenstrudel, aus dem sie nur schwer entrinnen kann. Vieles dürfte für immer im Verborgenen bleiben, wie auch so manches Mauss'sches Geheimnis. Wie gut, dass es den Reißwolf gibt.

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