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Allgemeine Zeitung Mainz: Erfolg programmiert
Kommentar zum Städteranking, von Hanno Hitz

Mainz (ots) - Wer das Haar in der Suppe sucht, wird womöglich sagen: Ach, Städterankings gibt es doch jede Menge und die Erhebungsmethoden der Wirtschaftsforscher sind nicht immer nachvollziehbar. Aber das wäre miesepetrig. Dass Darmstadt zu Deutschlands Stadt der Zukunft gekürt wurde, ist schlichtweg ein schöner Erfolg. Und er wird nicht dadurch geschmälert, dass das Thema Industrie 4.0 nur wenige Bürger zu einem Referat inspirieren würde. Die vierte industrielle Revolution hat die intelligente Fabrik zum Ziel. Werkstücke, Maschinen, Anlagen, sie sind untereinander digital vernetzt, aber zunehmend auch mit Lieferanten und Kunden. Unternehmen wie Microsoft, SAP oder die Darmstädter Software AG sind inzwischen verstärkt auf Industriemessen wie in Hannover zu finden, denn das Zusammenwachsen von Informationstechnik und Anlagenbau ist unaufhaltsam. Konzerne wie Google kaufen Hersteller von Robotern oder Haustechnik. Der Rohstoff in dieser neuen Produktionswelt ist nicht mehr das Öl, sondern es sind Daten. Darmstadt ist hier mit seinen Hightech-Firmen, Universitäten und Fraunhofer-Instituten sehr gut aufgestellt. Gleichwohl zeigen Beispiele wie der Software-Cluster Rhein-Main-Neckar, dass Zukunftsfähigkeit eigentlich nicht das Thema eines Städterankings ist, denn Revolutionen machen nicht an Stadtgrenzen Halt. Gut so: Wenn künftig ähnlich wie in den Fabriken auch Städte wie Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und eben Darmstadt zunehmend vernetzt sind, gemeinsam forschen und Projekte stemmen, ist das zum Wohle aller. Man kann auch sagen: Wenn diese Region zum Silicon Valley wird, ist der Erfolg programmiert.

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