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Allgemeine Zeitung Mainz: Marode
Kommentar zur Schieneninfrastruktur

Mainz (ots) - Veraltete Stellwerke, überholte Signaltechnik, sanierungsbedürftige Brücken und Gleisanlagen - Reisende spüren zunehmend die marode Infrastruktur der Bahn. Zu häufig muss aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit gedrosselt werden. Einige Langsamfahrstellen sind bereits im Fahrplan aufgenommen worden, da eine Sanierung der Strecken auf Jahre nicht in Sicht ist. Da ist die angekündigte Erneuerung der in die Jahre gekommenen Stellwerktechnik für den Frankfurter S-Bahntunnel eine gute Nachricht. Die 95 Millionen Euro sind eine gute Investition in die Zukunft, da die Züge danach schneller und pünktlicher durch die Hauptschlagader des S-Bahnnetzes im Rhein-Main-Gebiet an ihr Ziel kommen. Die Schienen-Infrastruktur ist nicht nur marode, sondern in den Ballungsräumen auch noch an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr sind im Rhein-Main-Gebiet in den vergangenen Jahren beispielsweise sprunghaft gestiegen. Ein Ausbau der Schieneninfrastruktur ist neben den notwendigen Reparaturmaßnahmen notwendig, da die Bevölkerungszahlen in der Region um Frankfurt ungebremst weiter zunehmen. Insbesondere an der geplanten aber noch lange nicht durchgesetzten Regionaltangente West, die als Ringstrecke das Nadelöhr Frankfurter S-Bahntunnel entlasten und den Flughafen anbinden würde, führt kein Weg vorbei. Das ist auch im Interesse der Autofahrer. Denn wenn die Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr ihre Fahrten mit dem Auto antreten würden, wäre an ein Fortkommen auf den Autobahnen und Straßen nicht mehr zu denken.

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