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Allg. Zeitung Mainz: Gefühl der Ohnmacht
Kommentar zur Einbruchsicherung

Mainz (ots) - Einbrecher richten fürchterliche materielle Schäden an, aber der Schock, das Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins wiegt bei vielen Opfern noch schwerer. Die Statistik zeigt einen Teufelskreis: Während die Fallzahlen steigen, ist die Aufklärungsquote absurd niedrig. Polizei und Staatsanwaltschaften haben, auch wenn sie das öffentlich nie zugeben würden, längst mehr oder weniger resigniert. Das Deliktfeld ist schwierig, weil es selten Zeugen oder Spuren gibt. Weit gravierender aber ist dieser Aspekt: Die Polizei ist personell nicht mehr in der Lage, alle ihre Aufgaben zu erfüllen. Nun verkünden Politiker landauf, land ab, sie wollten neue Planstellen schaffen. Bei Lichte betrachtet geht es aber meistens nur darum, früher beschlossene oder gar schon vollzogene Kürzungen zu revidieren. Insofern erregt die jetzt vom Bundestag ins Auge gefasste prinzipiell begrüßenswerte finanzielle Förderung der Wohnungssicherung auch einen Verdacht: Sagt sich die Politik: 30 Millionen Förderung sind auf lange Sicht viel billiger als neue Planstellen bei der Polizei? Und: Schiebt die Politik die Verantwortung damit den Haus- und Wohnungsinhabern zu und will sich zugleich noch als großherziger Beschützer feiern lassen? Die Praxis der neuen Maßnahme wird vielleicht Antworten liefern. Nicht zuletzt ist dieser Punkt von Bedeutung: Einbruch geht oft auf das Konto ausländischer Banden. Das darf nicht zum Anlass für Ressentiments oder Rassismus werden, zeigt allerdings deutlich, dass Kriminelle ein Fall für die Abschiebehaft sind. Nicht strafbar, aber verwerflich ist obendrein, dass solche Täter ganze Volksgruppen oder Staaten in Verruf bringen.

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