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Richard David Precht: Sex und Philosophie sind "fürs Überleben überflüssig wie ein Kropf "

   

Hamburg (ots) -

Richard David Precht (47) hält "unsere Form der extremen Sexualität" 
für "puren Luxus". Sex ist demnach "eine Art Beschäftigungstherapie 
für das Gehirn, ähnlich wie Philosophie, Kunst oder Musik. Das alles 
ist fürs Überleben überflüssig wie ein Kropf", erklärt der Philosoph 
und Bestseller-Autor im Exklusiv-Interview mit dem Frauenmagazin FÜR 
SIE. 

Trotzdem wäre eine Menschheit mit weniger Sex "sehr viel 
aggressiver". Seine Begründung: "Sex baut ja Aggressionen ab. Danach 
ist man entspannter. Das Bindungshormon Oxytocin wird ausgeschüttet 
und das Glückshormon Serotonin - alle Botenstoffe, die nach dem Sex 
im Körper gebildet werden, sind beruhigend. Deshalb fühlt man sich 
nach dem Sex so wohl." Allerdings hält uns der Philosoph für eine 
grundsätzlich untreue Spezies: "Der Mensch ist polygam wie alle 
anderen Primaten." Warum es trotzdem die Idee von Monogamie gibt? 
"Geschlechtliche Liebe ist für mich die Fortsetzung der Elternliebe 
mit anderen Mitteln. Und Eltern kann man ja auch nicht einfach 
austauschen."

Das komplette Interview mit Richard David Precht erscheint 
am 27. März in Heft 08/2012 der FÜR SIE. 

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