Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Anhörung im Deutschen Bundestag
VKU erläutert Rolle der Stadtwerke für Umbau des Energiemarktes

Berlin (ots) - In einer öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages machte der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, deutlich, "dass die Stadtwerke für den Umbau des deutschen Energiemarktes unverzichtbar sind und einen wesentlichen Beitrag für eine sichere und klimaschonende Energieversorgung leisten können. Dazu seien sie aber nur in der Lage, wenn die kommunalen Energieversorger auf dem Weg in das Energiewirtschaftssystem der Zukunft auch ordnungspolitisch konsequenter unterstützt würden."

Weil forderte, die Feststellungen von Bundeskartellamt und Monopolkommission ernst zu nehmen, die einhellig auf die negativen Auswirkungen einer unkonditionierten Laufzeitverlängerung auf den Energiemarkt in Deutschland verweisen. "Die Stadtwerke planen kurz- und mittelfristig Investitionen in Höhe von 12,5 Milliarden Euro für den Bau hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Jetzt machen sich die Stadtwerke berechtigterweise Sorgen um diese Investitionen", so Weil. Diese Bedenken unterstrichen auch verschiedene Gutachten aus dem Stadtwerke-Umfeld, die sich mit der Frage einer möglichen Laufzeitverlängerung beschäftigten. Laut Weil hatten sich die acht größten Stadtwerke und die Trianel-Stadtwerke-Gruppe gerade in den letzen Tagen dazu nochmals deutlich zu Wort gemeldet.

Der VKU hatte bereits im Mai 2010 der Bundesregierung ein ausführliches Positionspapier zum Energiekonzept 2010 überreicht, mit dem Ziel, dass - so Weil weiter - "die Vorschläge der kommunalen Unternehmen für eine nachhaltigkeitsgerechte Modernisierung im Kraftwerkspark frühzeitig berücksichtigt werden". Dazu gehöre auch, den Umbau der Übertragungsnetze und der Stromverteilnetze vor Ort zu flexiblen, intelligenten Netzinfrastrukturen zu unterstützen, ohne die die erneuerbaren Energien kaum zu integrieren seien. Europaweit seien hierfür Investitionen in Höhe von 400 Milliarden Euro erforderlich. Davon entfalle ein zweistelliger Milliardenbetrag auf die Netze der Stadtwerke in Deutschland.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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