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Neue Westfälische (Bielefeld): Autofahrer blockieren Rettungsgassen Ein schlechter Scherz Ingo Kalischek

Bielefeld (ots) - Wer Einsatzkräften im Notfall den Weg versperrt, muss härter bestraft werden. Nur so lassen sich Situationen wie jetzt in Hessen vermeiden: Feuerwehrleute müssen 800 Meter zu Fuß zur Unfallstelle laufen, weil Autos ihnen den Weg versperren. Bei einem anderen Fall waren es ganze zwei Kilometer. Leidtragende sind die Unfallopfer. Sie müssen länger auf Hilfe warten - und im schlimmsten Fall sterben sie an Ort und Stelle. In diesen Fällen würde unnachgiebige Autofahrer eine Mitschuld am Tod eines Menschen treffen - und entsprechend sollten sie auch bestraft werden. Ein Bußgeld von 20 Euro, so wie es aktuell gesetzlich vereinheitlicht ist, wirkt da wie ein schlechter Scherz. Zum Vergleich: Gaffer, die verunglückte Autos und Verletzte filmen, müssen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. Und wer in Österreich dem Rettungsdienst die Durchfahrt verwehrt, muss immerhin bis zu 2.000 Euro zahlen. An dieser Stelle macht es keinen Unterschied, warum ein Auto die Rettungsgasse blockiert. Martinshorn und Blaulicht weisen frühzeitig und lautstark daraufhin, dass man als Autofahrer schleunigst Platz machen sollte. Wie wichtig dieser Grundsatz ist - dazu muss man sich nur vorstellen, es könnte sich auch einmal um das eigene Leben handeln. Und wer sich Einsatzfahrzeugen anschließt, um schneller durch einen Stau zu kommen, scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein. Täter erwartet ein Bußgeld von 100 Euro sowie ein Punkt - viel zu wenig.

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